Mittwoch, 29. April 2015

"Das Tier" von Sandra Busch und Sandra Gernt

Sehr menschlich ...

"Das Tier", verschrien als blutrünstiges Monster, entpuppt sich als ein Wesen mit der Fähigkeit zu Mitgefühl und tief empfundener Liebe. Wenn ein solcher Mann "Tier" genannt wird, muss man sich fragen, ob "Mensch" nicht ein Schimpfwort ist.
Der junge Cyrian merkt schnell, dass seine Angst vor dem unheimlichen Thar völlig unbegründet ist. Zusammen machen sich die beiden Außenseiter auf die Suche, nach einem Platz in der Welt. Ob sie dafür Verbündetet finden? Leider hat Thar mächtige Feinde, die nur darauf warten, dass er einen Fehler macht und in ihre Fänge gerät.

Wer in Büchern und Filmen immer zu den "Monstern" hält, ist hier genau richtig.

Mir haben in dem Buch zwei Dinge besonders gut gefallen, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind und die dafür sorgen, dass ich die Geschichte immer wieder gerne lese:

1. Ich habe nicht oft eine Geschichte gefunden, die so plastisch und dabei ohne erhobenen Zeigefinger dargestellt hat, wie allein sich jemand fühlt, der "Anders" ist, welche Angst er auszustehen hat und wie gut es sich anfühlt, Verständnis zu finden. Das hat mich wirklich sehr berührt und es fasziniert mich bei jedem erneuten Lesen wieder.
2. Eine in sich stimmige "Welt" aufzubauen, ist meiner Meinung nach eine besondere Fähigkeit guter Fantasy-Autoren. Hier ist das Setting ziemlich ungewöhnlich, da die Story in einer Welt spielt, die an das Europa um die Jahrhundertwende oder Anfang des 20. Jahrhundert angelehnt ist, aber aber durchaus auch sehr andere interessante Aspekte aufweist. Man wird also in eine pseudo-historische Parallel - Welt entführt, die neben der spannenden und berührenden Kerngeschichte mit einer interessanten und gut durchdachten Gesellschaftsstruktur punktet.

Da es das erste Buch von Sandra Gernt und Sandra Busch war, dass ich gelesen habe, ist mir zuerst gar nicht so aufgefallen, dass die altmodisch anmutende Sprache für die beiden nicht "normal" ist. Zum Buch passt es richtig gut und im Nachhinein muss ich einfach Respekt zollen, wie dieses Stilmittel die Atmosphäre verdichtet. Auch anderen Romanen der Autoren wird dieses Stilelement ebenso virtuos und immer passend zum Setting eingesetzt.

Für mich eine klare (Immer-Wieder-) Leseempfehlung mit 5 Sternen!

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Dienstag, 28. April 2015

"Rough Ride" von Màili Cavanagh

Ist das wirklich erst 30 Jahre her?
Im Frühjahr 1985 lernt stellt Heath, Sohn und Erbe eines Rinderbarons, einen neuen Cowboy ein. Man sieht Cam an, dass er dringend einen Job braucht, so mager und abgerissen, wie er wirkt. Aber Heath spürt trotzdem vom ersten Moment an, dass er sich zu dem anderen Mann hingezogen fühlt. Auch Cam scheint Interesse zu haben. Gibt es für die beiden Männer eine gemeinsame Zukunft? Das Leben und die Menschen auf eine Ranch sind rau, die Zeit ist knapp und man scheint trotz der Weite der Landschaft niemals unbeobachtet zu sein.
Für Heath beginnt ein weiter, oft sehr einsamer Weg zu sich selbst. Er muss sich nicht nur über seine sexuelle Orientierung klar werden, sondern auch herausfinden, ob Cam wirklich der richtige Mann für ihn ist …

Rough Ride von Màili Cavanagh ist eine melancholische Geschichte, die ganz ruhig erzählt wird und die mich doch oder vielleicht auch deswegen tief berührt hat. Der Klappentext und die Leseprobe verraten nicht wirklich, worum es in dem Buch geht und mich juckt es in den Fingern, weil ich nach Formulierungen suche, meine Begeisterung mitzuteilen, ohne zu spoilern.

„Rough Ride“ ist mehr als eine Romanze. Natürlich geht es um Zuneigung, Liebe, heiße Blicke, sanfte Brührungen und auch explizite Szenen fehlen nicht. Aber die Geschichte geht tiefer: Welche Erwartungen stellt man ans Leben? An einen Partner? Was, wenn man ihn gerne hat, aber eine seiner Neigungen nicht akzeptieren kann? Oder noch schlimmer: Was, wenn man Angst vor seinen eigenen Wünschen hat?

Nicht nur Heath muss sich in der Geschichte damit auseinandersetzen, wer er eigentlich ist und wer er in Zukunft sein will.

Die Story spielt in den 80zigern und das gibt ihr, obwohl es kaum eine Generation her ist, einen völlig anderen Hintergrund als den Gay-Romanzen, die im „heute“ spielen. Die Hysterie und die Vorurteile in Bezug auf AIDS und Schwule scheinen heute völlig absurd zu sein und waren doch damals nahezu an der Tagesordnung. (Teilweise sind sie es heute noch: Auch wenn das nicht unbedingt hier her gehört, Homosexuelle dürfen in Deutschland bis heute kein Blut spenden, eine Reglung die in dieser Zeit entstanden ist und immer noch existiert.) Stimmen, die zur Vernunft und Toleranz mahnten, wurden oft einfach überschrien.

„Political Correctness“ war noch nicht erfunden.

Die Autorin schildert deutlich, welche Folgen ein Outing damals haben konnte (und wahrscheinlich manchmal auch heute noch hat). Sie lässt die Geschichte aber nicht ins Drama abgleiten: Heath findet heraus, wer seine wahren Freunde sind und vor allem, wer er selbst ist und wer er sein möchte.

So. Mehr kann und will ich nicht verraten, sonst spoilere ich am Ende doch noch. Wenigstens beim ersten Lesen sollte aber jeder selbst das Vergnügen haben, herauszufinden, ob, wie und mit wem Heath schließlich glücklich wird.

Die Fragen und Probleme, die die Männer in der Geschichte haben, stellen sich übrigens auch 30 Jahre später noch. Vielleicht sind einige Dinge in 2015 weniger extrem, aber für mich haben die Kernaussagen des Buches nichts an Wahrheit oder Aktualität verloren.

Fazit: Eine berührende Geschichte, die erschreckend klar macht, wie wichtig Toleranz und Besonnenheit sind, aber auch dass man sich auf Dauer nicht vor den eigenen Gefühlen verstecken kann.

Ich habe eine Weile gebraucht, aber je länger ich über das Buch nachdenke, desto besser gefällt es mir. Ich werde Heath und sein Schicksal so schnell nicht vergessen. Also bekommt „Rough Ride“ auf jeden Fall 5 Punkte und eine Leseempfehlung!


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Sonntag, 26. April 2015

"Wanted Judd" von Sandra Busch und Sandra Gernt

Wünsche, Träume und Entscheidungen
Judd wird beschuldigt eine Bank ausgeraubt und den Kassierer ermordet zu haben. Die hohe Belohnung reizt den erfahrenen Kopfgeldjäger Cat. Mit ihrer Hilfe könnte er sich endlich seinen Traum von einer eigenen Farm erfüllen.
Cat nimmt Judds Fährte auf und versucht die Stimme in seinem Kopf zu ignorieren, die immer wieder anmerkt, dass der angebliche Verbrecher sich extrem merkwürdig verhalten hat. Tatsächlich kann er den Flüchtigen stellen. Doch noch andere Head-Hunter sind hinter ihnen her und plötzlich merkt Cat, dass Judd ihm etwas gestohlen hat, dass er dringend braucht: sein Herz!
Gibt es für die beiden Außenseiter eine Chance, sich ihre Träume allen Widrigkeiten zum Trotz zu erfüllen? Cat und Judd haben einen weiten Weg vor sich, der sie beide an ihre Grenzen und darüber hinaus bringt …

„Wanted Judd“ von dem bekannten Autorenduo Sandra Busch und Sandra Gernt ist einerseits ein richtig toller, klassischer Western und anderseits ein Geschichte, die mit jeder Seite an Tiefe gewinnt. Lange ist nicht wirklich klar, wer die Bösewichte in der Geschichte sind und als es sich herausstellt, wird die Story noch einmal erheblich spannender, als sie es schon von der ersten Seite an ist.

Glaubt man am Anfang noch, es ginge um eine simple Liebesgeschichte mit einem Crime-Anteil, so wird man nach und nach eines besseren belehrt. „Wanted Judd“ wird für Cat schnell zu einer Gewissensentscheidung: Er will Judd auf jeden Fall, aber als was?
Sieht er in dem flüchtigen Cowboy zuerst nur eine willkommene Möglichkeit, seine Ersparnisse aufzustocken, so muss er sich nach und nach eingestehen, dass er etwas ganz anderes von dem Mann möchte. Das Judd dem nicht ablehnend gegenübersteht, macht es für Cat erstaunlicherweise fast noch schwerer. Es scheint, als müsse er sich zwischen seinem Traum von einer Farm und seinem Traum vom einem Partner entscheiden. Wie soll das bloß gehen?
Auch Judd sieht sich mit schwerwiegenden Erkenntnissen konfrontiert: Cat berührt ihn auf eine Art und Weise, die seinen Körper in Erregung versetzt und sein Herz zum Schwingen bringt. Eigentlich will er für immer mit Cat zusammenbleiben. Ich würde spoilern, wenn ich verraten würde, welche schwierigen Prozess Judd durchmachen muss, um sein Glück zu finden und das wäre gegenüber dieser wunderbaren Geschichte mehr als unfair. Ich kann nur soviel sagen: Ich bin Judd und Cat auf ihrem Weg in atemloser Spannung gefolgt und wollte das Buch nicht eine Sekunde aus der Hand legen …

Besonders gut haben mir übrigens auch die Nebencharaktere gefallen, zu denen ich auch ausdrücklich die Vierbeiner der Helden zählen. Vor allem „Der-Tritt-Und-Beißt“ ist einfach eine Klasse für sich. Das Pferd hat mehr Grips und Charakter als mancher Mensch …

Den beiden Autorinnen gelingt es auch diesmal wieder, auf nahezu magische Weise ihre Sprache und Wortwahl der Zeit und dem Schauplatz anzupassen. Das hier ist meilenweit von der gekünstelten Ausdrucksweise entfernt, in der manche Heftchenromane versuchen, Wildwest-Atmosphäre zu erzeugen. Als Leser bin ich völlig abgetaucht und war am Ende fast erstaunt, mich nicht mehr im Wilden Westen, sondern im Deutschland des 21. Jahrhunderts wiederzufinden.
Übrigens: Es gibt immer wieder Szenen zwischen den beiden Männern, die so sinnlich, zärtlich und erotisch sind, dass sie einem schlicht die Luft nehmen. Jede Blick, jede Geste und jede Berührung entzünden Funken, die nicht zwischen den Seiten des Buches bleiben, sondern überspringen, so das man mit den beiden Helden liebt und leidet.

Fazit: Ich bin total begeistert und gebe Judd und Cat deutlich mehr als 5 Punkte und eine Leseempfehlung, die nicht nur für Western-Fans gilt. Die beiden Männer werden vor Entscheidungen gestellt, die in jeder Zeit und vor jedem Hintergrund nicht einfach sind. Es ist toll, das zu mitzuerleben!!!


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Samstag, 25. April 2015

"Die Zähmung des Prinzen" von Tharah Meester

Der Hübsche und er Löwe oder: Wer ist die Schlange?

Der sanfte junge Adlige Jamie soll den jähzornigen Erben des Königreichs ehelichen! Jamie ist mehr als entsetzt. Wer ist denn auf diese abwegige Idee gekommen? Er kann sich weder vorstellen, gegen die intriganten Bewohner des königlichen Hofes zu bestehen, noch eine Beziehung zum Kronprinzen zu entwickeln, der als Monster verschrien ist und bei seine Ankunft scheinbar ungerührt und ohne Angabe von klaren Gründen einen Menschen hinrichten lässt.

Jamie lernt den Mann hinter dem Monster kennen und Joclyn weckt widersprüchliche Gefühle in ihm. Neben Angst und Abscheu keimt allmählich eine zarte Zuneigung. Aber kann er Joclyn vertrauen oder setzt er damit sein Leben aufs Spiel?

Die Zähmung des Prinzen“ von Tharah Meester spielt wieder in dem fiktiven Königreich Farefyr, dass auf der einen Seite deutlich mittelalterlich angehaucht ist, auf der anderen aber auch moderne und magische Aspekte enthält. Ich habe mittlerweile fast alle der Geschichte gelesen, weil sie ausnahmslos einen eigentümlichen Zauber ausstrahlen, der den Leser dazu bringt, sich ganz in diese Welt hinein sinken zu lassen.

Die Zähmung des Prinzen“ wird als „Historical Gay Romance“ beworben, was aber nur bedingt richtig ist, das Farefyr zu den Fantasie-Reichen zählt, die auf keiner Landkarte verzeichnet sind.

Mit der Bewertung der Story tue ich mich ein wenig schwer. Einerseits habe ich sie in einem Rutsch und voller Spannung gelesen und finde die Idee dahinter spannend (wenn auch nicht ganz neu). Mein „aber“ ist eher ein sehr persönlicher Eindruck: Die Geschichte wird zum größten Teil aus Jamies Sicht erzählt und man erlebt seine Zweifel und Ängste hautnah. Sehr lange ist nicht klar, wer der Schurke und wer der Held am königlichen Hof ist und aus welchen Motiven die einzelnen Personen handeln.

Jamie erhält in einem „Geheimbund“ den Decknamen „Hase“. Böse ausgedrückt, kommt er mir lange eher wie ein völlig verschrecktes Kaninchen auf der Suche nach Schutz vor. Vielleicht sollen seine Tränen seine Sanftheit unterstreichen, aber ein wenig hart ausgedrückt wirkt er wie eine richtige Heulsuse. Dabei habe ich nichts gegen Männer die weinen - im Gegenteil, es zeugt nur davon, dass jemand zu tiefen Gefühlen fähig ist. Der „Geheimbund“ hätte Jamie übrigens mal verraten sollen, wer die Schlange und wer der Löwe in Wirklichkeit sind. Dann wäre vielleicht allen viel Herzensleid erspart geblieben …

Mein Fazit: Ich hatte hier trotz der tollen Geschichte ein wenig Problem mich mit den Helden zu identifizieren. Jamie war mir zu verheult und sein Love-Interest (^^ Ich verrate hier bewusst nicht, wer am Ende sein Herz erobert, weil das auch im Buch so lange unklar bleibt …) blieb bis fast zum Schluss zu undurchsichtig, um ihn zu lieben und mit ihm zu leiden.

Die Zähmung des Prinzen“ erhält von mir ganz knappe 4 Punkte.

Übrigens: Obwohl ich sehr gerne Gay-Geschichten lese und auch diese hier durchaus genossen habe, so gefallen mir bei Tharah Meester ihre Hetero-Romanzen um ein Vielfaches besser. Richtig super und unbedingt lesenswert finde ich vor allem „
Die Legenden des Blutwolfes“, „Ein Mann von minderem Wert“ und „Sinnliche Laster“. Hier findet man richtig starke Helden, die auch eine verletzliche Seite haben und wunderbare Heldinnen, die mutig über sich selbst hinauswachsen, wenn sie um die Liebe ihres Lebens kämpfen.

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"Die Glückskarte des Barons" von Tharah Meester

Ungewöhnliche Liebesgeschichte

Robyn ist seit ihrer Jugend in einer Ehe gefangen, die aus Pflichtgefühl und nicht aus Liebe geschlossen wurde. Erträglich gemacht haben ihr dieses Leben, ihr Sohn und ihre geliebten Pferde, auf dessen Rücken sie ein kleines bisschen Freiheit verspürt.
Als ihr Mann den ungestümen Junghengst „Clay“ verkauft, setzt er damit eine ganze Kette von Ereignissen in Gang, mit denen er so nicht gerechnet hat.

Die Geschichte steckt voller wunderschöner Momente und voller sinnlicher Erotik, obwohl die Kleidung so züchtig ist, wie die verwendete Sprache. Aber Tharah Meester schafft es, die Sehnsucht und das scheinbar hoffnungslose Begehren zwischen Robyn und Antony mit ausdrucksstarken Bildern zu schildern. Ihre Helden haben keine Angst, sich für die Liebe auch einmal lächerlich zu machen. Sie fürchten sich nur davor, dass sie sie verlieren könnten.
Robyn und Antony sind beide zunächst in den gesellschaftlichen Zwängen gefangen. Aber wie lange können sie ihre Gefühle füreinander beherrschen?

Sympathische, kluge Helden und gut geschilderte, lebendige Nebencharaktere sorgen dafür, dass man "Die Glückskarte des Barons“ nicht eine Sekunde aus der Hand legen möchte, obwohl die Liebenden scheinbar unaufhaltsam in eine Katastrophe hinein trudeln. Oder gibt es doch eine Lösung für alle Probleme?

Ich mag besonders die Geschichten der Autorin sehr, in denen es um die Liebe zwischen Mann und Frau geht. Die Helden sind meistens innerlich zerrissen und punkten nicht mit ihrem guten Aussehen, sondern mit verboten romantischen Aktionen und Gesten. Die Heldinnen sind charmant und klug. Tharah Meester schafft es tatsächlich zu vermitteln, dass sie wegen ihrer Persönlichkeit geliebt werden, und nicht wegen ihrer tollen Figur oder dem Schwung ihrer Wimpern. Oh, die Männer und Frauen sehen nicht schlecht aus, aber man hat immer das Gefühl, dass sie vor Allem in den Augen ihrer jeweiligen Partner etwas Besonderes sind und die Liebe sie für den jeweils anderen sie erst besonders begehrenswert und gut aussehend macht. Das ist in diesem Genre etwas fast EInzigartiges und ich bin davon richtig begeistert..

Fazit: 5 Punkte und eine Leseempfehlung.
Das Buch fängt ein wenig langsam an, gewinnt aber mit jeder Seite an Intensität und am Ende kann man nicht glauben, dass es vorbei sein soll. Fortsetzung erwünscht!!!


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"Geliebte Gemahlin" von Tharah Meester

Untreue???

Nun, Untreue spielt eine große Rolle in der Geschichte 
Geliebte Gemahlin". Aber wer da mit wem einen Betrug begangen hat, das klärt sich natürlich im Lauf der Story auf. Auch, was es mit dem geheimnisvollen Fläschchen auf sich hat, kommt schließlich ans Licht.

Ich habe jetzt fast alle veröffentlichten Geschichten von Tharah Meester gelesen und warte nach jeder einzelnen sehnsüchtig auf Nachschub. Sie haben mir alle (!) wahnsinnig gut gefallen. Vielleicht lag / liegt deshalb die Messlatte ein wenig höher als sonst. Die vorliegende Story hat interessante Charaktere, die Rahmenhandlung ist spannend und die Geschichte ist gut erzählt. Aber gerade deswegen ist sie mir einfach zu kurz. Ich will viel mehr von Alastair und Dawn, aber auch von Mary und vor allem von Farden lesen. Ich wünsche mir eine XXXXXL-Version der Geschichte!

Bis dahin gibt es solide 4 Punkte und eine Leseempfehlung. OK: DIESE Story macht vielleicht nicht süchtig. Das tun aber dafür alle anderen der Autorin ...

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"Dan Morrow" von Tharah Meester

Modernes Cowboy-Märchen!

Klassiker: Schweigsamer Cowboy verliebt sich in Saloon-Mädchen.
Modern: Der Cowboy fährt Cadillac und die junge Dame arbeitet als Escort.

Der Zauber bleibt, wenn die Geschichte so wunderbar zärtlich erzählt ist wie 
Dan Morrow von Tharah Meester. 
Der schweigsame, leicht unbeholfene Daniel hat mit seiner ersten Frau schlechte Erfahrungen gemacht. Dabei bleibt offen, ob sie ihn betrogen hat, weil er ständig betrunken war, oder ob er seinen Kummer in Alkohol ertränkte, um ihre Untreue zu vergessen.
Hier aber geht es um eine neue Liebe: Obwohl die Geschichte so kurz ist, transportiert sie wunderbar die Gefühle von Dan und Carolena. Beide fühlen sich voneinander angezogen, beide wünschen sich viel mehr als eine "geschäftliche" Beziehung und beide sind sich sicher, den anderen nicht wert zu sein.
Die erste gemeinsame Nacht wird alles ändern. Aber kann man "Ich liebe dich!" sagen, ohne die Worte aus Angst vor Verletzung wirklich auszusprechen?

Daniel und Carolena zeigen sich mit Gesten und mit vorsichtigen Berührungen, was sie einander bedeuten.
Auch der Leser bleibt nicht unberührt: Die Story geht so richtig zu Herzen...

Fazit: 5 Punkte und eine Leseempfehlung. Zuckersüß!!!

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"Die Legenden des Blutwolfes" von Tharah Meester

So schön ...

Im Empire erzählt man sich die düstere Legende vom "Blutwolf", einem Mann der so finster und grausam ist, dass man seine Taten jeder Beschreibung spotten. Stets verbirgt er sein Gesicht hinter einer Maske, weil eine furchtbare Narbe ihn entstellt und ein weißer Wolf folgt ihm auf dem Fuße.

Nun, jede Legende hat einen wahren Kern, so auch diese. Aber was erfunden und was wahr ist, dass findet die junge Witwe Naramea heraus, als sie beschließt ausgerechnet den "Blutwolf" dazu zu zwingen, ihr dabei zu helfen, eine Schuld zu begleichen.

Diese Geschichte ist so wunderschön, so romantisch und so voller unerwarteter, aber niemals unglaubwürdiger Wendungen, dass man nicht eine Sekunde aufhören mag zu lesen, wenn man einmal angefangen hat.

Tharah Meester erschafft ungewöhnliche Helden, liebenswerte Nebencharaktere und belegt den Leser unmerklich mit einem Bann. Keine Sorge, es ist nichts Schlimmes. Aber ihre Geschichten machen wirklich süchtig.

Ich jedenfalls freue mich auf jede neue Geschichte aus der mittelalterlisch-magischen Welt von Farefyr.

Zuerst aber bekommen 
Die Legenden des Blutwolfes" von mir 10 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung! Diese Geschichte ist so schön, wer die nicht liest, der hat einfach etwas unsagbar Zärtliches und Wunderbares verpasst.

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"Ein Mann von minderem Wert" von Tharah Meester

Nicht die Schönheit bestimmt, wen wir lieben …

... sondern die Liebe bestimmt, wen wir schön finden.
Eine bessere und glaubwürdiger Umsetzung dieses Zitats als in dem Roman "Ein Mann von minderem Wert" findet man selten!

Die junge Kyra empfindet keine Trauer, als ihr ungeliebter Ehemann, der sie unterdrückt und gequält hat, unerwartet stirbt. Wie ein Vogel will sie nun die vormals gestutzten Schwingen ausbreiten und fliegen. Niemals mehr soll ein Mann ihre Freiheit einschränken.
Aber schon nach einer kurzen Trauerzeit buhlen gleich drei Verehrer um ihre Gunst. Wem soll sie ihr zerbrechliches Herz anvertrauen? Und wer ist der geheimnisvolle Unbekannte, dessen wundervolle Geschenke und Briefe sie täglich erfreuen?
Was macht eigentlich den Wert eines Mannes aus?

Tharah Meester hat mich schon mit "Sinnliche Laster" begeistert. Aber "Ein Mann von minderem Wert" ist einfach klasse! Die Geschichte beginnt ganz langsam, sie berührt das Herz von der ersten Minute an, steckt voller spannender Wendungen und ist so verboten romantisch, dass man sie am besten zweimal hintereinander liest, weil man gar nicht genug davon bekommen kann.
5 Punkte reichen nicht! Unbedingt lesen!!!

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"Sinnliche Laster" von Tharah Meester

Unerwartet und ungewöhnlich

Nach dem ersten Blick auf das Cover und den Klappentext glaubt man, "Sinnliche Laster" von Tharah Meester wäre eine typische historische Romanze.
Aber weit gefehlt! Hier finden sich ein mürrischer, potentieller Bräutigam, eine unerwartet kluge junge Frau, ihre etwas zickige blonde Schwester, deren Mutter und ein Vater, der einen hintersinnigen Humor hat, in einer wirklich ungewöhnlichen Geschichte zusammen.
Die Story um den eigenbrötlerischen Isaisah Winterbottom und die eigenwillige Ainsleigh Fareweather macht so richtig Spaß. Spätestens als die junge Dame dem gnädigen Herren mal wieder die Zigaretten wegraucht und die geliebten Jagdhunde abspenstig macht, war ich der Geschichte völlig verfallen.

Ich bin nun echt kein Freund von Tabak und überzeugter Nichtraucher, aber wenn das Rauchen in einer (dieser!) Geschichte so sinnlich beschrieben wird, dass sogar ich mir eine anstecken möchte, dann spricht das doch eindeutig für die erzählerischen Qualitäten der Autorin, oder? (Der politischen Korrektheit halber: Das Buch ist KEINE Aufforderung zum Rauchen ...)

Fazit: Wer eine spannende und sinnliche Romanze weit weg der gängigen Klischees sucht, wird seine Freude an der Geschichte haben. Trotz ihrer Kürze hat sie wirklich alles, was ein gutes Buch braucht und bleibt im Gedächtnis haften. Außerdem macht sie auf jeden Fall Lust darauf, mehr von Tharah Meester zu lesen!
Von mir gibt es verdiente 5 Punkte und eine Leseempfehlung.


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Dienstag, 21. April 2015

"Peter und Rebecca - Es ist unser Weg!" von Norma Banzi

Zwei Menschen „gehen“ ihren eigenen Weg!

Peter sitzt seit einem Unfall in seiner Kindheit im Rollstuhl. Seine überragenden Fähigkeiten als Hacker und Anwalt für internet-Recht haben ihm einen Job bei Vincent Gable, dem Anwalt der Stars, verschafft. Dort lernt er die bildhübsche und gescheite Rebecca kennen. Peter verzehrt sich nach der jungen Frau, doch er glaubt nicht daran, dass er mit seinem Handicap eine Chance bei ihr hat. Das Leben hat allerdings mehr als eine Überraschung für ihn bereit und Dinge, von denen er nicht einmal zu träumen gewagt hat, rücken plötzlich in greifbare Nähe.

Aber auch Rebecca hat eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft. Können sie und Peter wirklich einen gemeinsamen Weg finden?

Wer die „Popstar“-Reihe von Norma Banzi verfolgt hat, kennt sowohl Peter als Rebecca schon. Dort wird angedeutet, dass die beiden etwas für einander empfinden. Hier fokussiert sich die Geschichte auf diese Beziehung, die mehr als eine Hürde nehmen muss.

Peter ist mit seiner Querschnittslähmung natürlich nicht der klassische Held für eine erotische Romanze. Glaubt man zumindest, bis man als Leser nach und nach entdeckt, dass Intelligenz eben doch sexy ist und Erotik sich nicht auf klassische Bettgymnastik beschränken muss. Peter und Rebecca finden einen ganz eigenen, für mich sehr überraschenden Weg, Sex miteinander zu haben. Sie denken sich außerdem im Bett heiße Spielchen aus, die ziemlich kreativ sind und mit Sicherheit auch für Menschen ohne Handicap ihren Reiz haben.

Der Focus der Geschichte liegt aber außerdem auf einer äußerst schwierigen Entscheidung, die letztendlich Rebecca fällen muss. Ich habe das mit großer Spannung verfolgt und mir persönlich hat ihr Entschluss mehr als gut gefallen. Hier wird in meinen Augen endlich einmal eine richtig starke Frau mit Ihren Wünschen, Zielen und Problemen realistisch geschildert und alleine dafür hat es sich gelohnt, die Story zu lesen.

Das Ende der Geschichte wird vielleicht für einige Leser überraschend sein, aber irgendwie ist es typisch für Norma Banzi, deren eigenwillige Helden nie das machen, was man vor ihnen erwartet. Für mich ist das einer der besonderen Reize in ihren Büchern.

Fans der „Popstar-Serie“ (und solche die es werden wollen) finden natürlich eine Menge bekannter Charaktere wieder. Die übergreifende Rahmenhandlung wird hier zwar nicht fortgeführt, aber aus einer gänzlich anderen Perspektive geschildert. Ich fand vor allem Peters Sicht auf Vince spannend. Übrigens: Wer „Wir halten dich, Bruder!“ noch nicht kennt, sei gewarnt. Die Story enthält einen dramatischen Spoiler zu diesem Buch.

Eine etwas breitere Rolle haben diesmal Mario und Kyle. Die beiden Jungs entwickeln sich langsam aber sicher zu meinen absoluten Lieblingen und ich hoffe, dass sie irgendwann einmal ein eigenes Buch bekommen werden. Aber auch andere, sehr interessante Charaktere werden vorgestellt und / oder genauer beleuchtet, die neugierig auf mehr machen.

Fazit: Klammheimlich hat sich die „Popstar“-Serie in die Reihe meiner Lieblingsgeschichten eingereiht. Dafür, dass ich eigentlich weder Geschichten über Stars in der Glitzerwelt Hollywoods noch über Anzugträger besonders mag, ist das eine ziemlich beachtliche Leistung. Peter und Rebecca´s Weg hat mir persönlich aus vielen verschiedenen Gründen so gut gefallen, dass ich deutlich mehr als 5 Punkte und eine Leseempfehlung für das Buch gebe.

P.S.: Ich würde ja dazu raten, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Wer allerdings keine Angst vor Spoilern hat, kann auch gut mit „Peter und Rebecca – Es ist unser Weg“ anfangen. Kleine Warnung: Danach wird man die anderen Geschichten rund um Vince und seinen Clan auch lesen wollen …

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 Hier kann man die Popstar-Reihe (und natürlich auch alle anderen Bücher) von Norma Banzi kaufen:
Der Popstar und sein Anwalt(Teil 1, Neuauflage!)
Wir halten dich, Bruder!“ (Teil 2)
Peter und Rebecca - Es ist unser Weg!" (Teil 3)

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Samstag, 18. April 2015

Wir halten dich Bruder" von Norma Banzi


Freizügige Familiensaga

Schon in „
Der Popstar und sein Anwalt" spielte die große, italienisch-stämmige Familie des Staranwaltes Vincent Gable eine wichtige Rolle.
In „Wir halten dich, Bruder!“ wird die Geschichte von Vince und seinen beiden Geliebten Marc (alias Angel) und Jamie (alias Shadow) weiter erzählt, aber der Focus verlagert sich ein wenig und bezieht auch die beiden Brüder von Vince mit ein. Michael, der Arzt, beginnt eine lockere Affäre mit dem Model Anna. Als die junge Deutsche in Schwierigkeiten gelangt, hält die ganze Familie zusammen. Aber Michael muss sich plötzlich fragen, was ihm Anna nun wirklich bedeutet …
Der älteste der Brüder, der Buchhalter Frank, steht mit 50 Jahren endgültig vor den Trümmern seines bürgerlichen Lebens: Seine Ehe ist gescheitert, seine Firma gehört ihm nicht mehr und er glaubt, sein Leben wäre zu Ende. Schließlich holt Vince ihn nach LA und bietet ihm einen Job als Buchhalter in der Kanzlei an. Frank braucht eine Weile, um sich in der Welt der Stars zurecht zu finden, aber dann genießt er sein neues, ungebundenes Leben in vollen Zügen. Eine zuerst lockere Affäre mit der Sängerin Cheryl bringt schließlich die Frage auf, wie es mit seinem Leben weiter gehen soll …
Ausgerechnet, als alle zusammen eine Hochzeit besuchen wollen, passiert eine schreckliche Katastrophe, die das Leben der Brüder, besonders aber das von Vince, für immer verändert.
Wir halten dich, Bruder! ist in meinen Augen keine der simplen Romanzen, die man sonst in diesem Genre häufig findet, sondern die mitreißend erzählte Geschichte eines großen Familienclans, der alle Höhen und Tiefen des Lebens erlebt. Norma Banzi spart dabei nicht mit offenherzigen und erotischen Details. Vince und später auch seine Brüder leben in einer Glitzerwelt, in der schneller Sex in jeder Konstellation leicht zu haben ist. Das macht es nicht eben einfach, zu unterscheiden ob man mit jemandem aus Liebe oder aus sonstigen Gründen ins Bett geht.
Mir gefällt an der Story übrigens besonders, dass sich die Charaktere nicht unbedingt so verhalten, wie man es erwartet, wie es politisch korrekt wäre oder wie es gewisse Klischees vorgeben. Die Männer (und auch die Frauen in der Geschichte) suchen ihren eigenen Weg. Sie richten sich ihr Leben so ein, wie es für sie passt und nicht, wie es der Presse oder halt dem Leser (*grins*) gefallen würde.
Gerade deshalb aber wirken sie trotz der Hollywood-Scheinwelt im Hintergrund real und lebendig.

Das Buch hat ein Happy End. Irgendwie. Aber die „tödliche Katastrophe“, auf die ja schon im Klappentext hingewiesen wird, hinterlässt tiefe Spuren.
Ich bin mehr als neugierig, wie die Geschichte des Clans weitergeht. Einen winzigen One-Shot zu Vince Zukunft findet man in 
Zwei Hochzeiten an Thanksgiving“ .

Erst einmal gibt es von mir hier mindestens 5 Punkte und eine Leseempfehlung. Allerdings sollte man 
Der Popstar und sein Anwaltzuerst gelesen haben, da die Bücher direkt aufeinander aufbauen.

Norma Banzi verspricht den Lesern am Ende dieses Buches: „Die Reihe wird fortgesetzt.“ Ich habe darauf gezählt und bin nicht enttäuscht worden: Mit "Peter und Rebecca - Es ist unser Weg!" geht die Popstar-Reihe in die dritte Runde. 

Da das Buch eine Weile im Lyx-Storyboard vertreten war, weiß ich jetzt schon, dass einige meiner Lieblingscharaktere richtig starke Szenen haben. Ich freue mich total darauf, die ganze Geschichte der beiden eigenwilligen Charaktere zu lesen!




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- Der Popstar und sein Anwalt(Teil 1, Neuauflage!)
Wir halten dich, Bruder!“ (Teil 2)
Peter und Rebecca - Es ist unser Weg!" (Teil 3)

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Donnerstag, 16. April 2015

"Im Sonnenuntergang" von Melanie Elberfeld

Sommerliebe

Der Autor Jake schreibt Gay-Romanzen. Damit verdient er gerade so genug, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, aber er ist leider nicht so erfolgreich, dass er sich einen Urlaub davon leisten könnte. Also nimmt er das Angebot seiner Eltern an, sie ans Meer zu begleiten. Ihm schweben 14 Tage Sonne, Sand, Meer und Einsamkeit vor. Zwischen all den Familien mit kleinen Kindern und rüstigen Rentnern wird es ja wohl keine männlichen, schwulen Singles geben, oder?
Jake erlebt eine Überraschung …

Ich war und bin von der Geschichte 
Cowboy liebt Bär von Melanie Elberfeld restlos begeistert. Vielleicht waren meine Erwartungen an diese Story deshalb etwas hoch. Gefunden habe ich eine nette Kurzgeschichte um den Beginn einer Sommerliebe, aus der vielleicht auch etwas Dauerhaftes werden könnte. Leider sind die Charaktere mir nicht so nahe gegangen, wie der Bär Mike und Cowboy Stew.
Ich könnte jetzt hier alles aufzählen, was mir nicht so gut gefallen hat, wie in „Cowboy liebt Bär“. Das ist aber ein wenig unfair. Wenn ich „Im Sonnenuntergang“ ganz für sich alleine betrachte, bleibt eine kleine Love-Story übrig, die mich für einer Weile aus dem Alltag entführt und gut unterhalten hat.

Fazit: Kann man gut lesen als Einstimmung auf den Sommer. Solide 4 Punkte.

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 Hier kann man das Buch von Melanie Eberfeld kaufen:

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Dienstag, 14. April 2015

"Cowboy liebt Bär" von Melanie Elberfeld

Zuckersüß und sexy!

Mike unterstützt seine Schwester, indem er mehr oder weniger regelmäßig seine kleine Nichte vom Kindergarten abholt. Unter all den Müttern dort ist er als Mann ein nahezu Exot. Allerdings gibt es da noch einen gutaussehenden Typen in Jeans und Cowboystiefeln, der für Mike eine echte Augenweide ist. Aber der Mann ist Vater, vermutlich verheiratet und fischt ganz sicher nicht an Mikes Ufer. Was soll also das freche Zwinkern?

Cowboy liebt Bär“ von Melanie Elberfeld ist eine zuckersüße Geschichte, die aber kein bisschen schmalzig wirkt. Dazu ist sie viel zu sexy. Das Kopfkino springt voller Freunde an und man kann sofort nachvollziehen, warum Mike Stew in kürzester Zeit hoffnungslos verfallen ist.
Für eine Kurzgeschichte sind die sympathischen Charaktere erstaunlich vielschichtig und lebendig, sogar die Nebencharaktere sind mehr als bloße Stichwortgeber. Auch die Schauplätze sind detailreich und bunt beschrieben. Es knistert förmlich aus dem Reader heraus, wenn die Jungs sich näher kommen. Explizite Szenen fehlen, aber die braucht die Geschichte auch nicht. Sie punktet mit kleinen, feinen Details, die einfach genial geschrieben sind.

Kurz gesagt: Mir hat die Story richtig Spaß gemacht. Das Titelbild passt so perfekt, als wäre es für die Geschichte extra geknipst worden oder aber es ist geschickt in eine Szene eingebaut worden. Egal! „
Cowboy liebt Bär“ bekommt von mir 5 Punkte und eine Leseempfehlung.
Die Story macht definitiv Lust darauf, mehr von Melanie Elberfeld zu lesen! Auch falls es jemals eine XXL-Version der Geschichte um Mike und Stew geben sollte, bin ich gerne wieder dabei.

P.S.1: Es ist hier nicht so, dass die Kinder mit ihrem Niedlichkeitsfaktor den Männern die Show stehlen, sondern es geht auf jeden Fall um deren ungewöhnlichen Start miteinander. Aber es gibt eine Szene mit Mike Nichte Sally auf dem Spielplatz, die so ehrlich und genial ist, dass man jeden … (Wie drückt man eigentlich „dummer, arroganter Arsch“ höflich aus???) … Menschen, der merkwürdige Vorurteile hegt, dazu verdonnern sollte, sie zu lesen.
Die kleine Sally reagiert so, wie es sein sollte: Mit Neugier, weil es um einen geliebten Menschen geht und dann mit Akzeptanz. Das ist einfach toll beschrieben. Allein dafür gibt es von mir noch mal mindestens eine Sonderpunkt oben drauf.


P.S.2: Das Autorenprofil von Melanie Elberfeld auf amazon ist nicht vollständig. Dort werden nur zwei Storys angezeigt, es gibt aber mehr.
^^ Ich habe das dumpfe Gefühl, sie werden hier früher oder später besprochen werden. ;D


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Sonntag, 12. April 2015

"Mr. Jaguar" von K.A. Merikan (engl.)

“Cinderfella” ist ganz schön verrückt

Mike hat sein Outing den Rauswurf aus seiner Familie und das Scheitern all seiner Träume beschert. Er arbeitet in einem absolut mies bezahlten Job, kann sich weder ein Auto noch ein Handy leisten, von einem Studium oder einer Ausbildung ganz zu schweigen.

Seine Demütigung scheint perfekt zu sein, als James, den er in der Schule immer der Lächerlichkeit preis gegeben hat, mit einem Jaguar vorfährt und er ihn bedienen muss. James scheint seinen Spaß daran zu haben plötzlich in der überlegenen Position zu sein. Doch dann macht er Mike ein überraschendes Angebot …

Die Story ist wirklich ein modernes Märchen, das man nicht wirklich ernst nehmen kann. Sie geht meiner Meinung nach mehr in Richtung „Pretty Woman“ als in Richtung „Cinderfella“. Aber sie macht Spaß, weil immer, wenn sie ins Schnulzige abzurutschen droht, Mike etwas so unfassbar Irres anstellt, dass man einfach lachen muss.

Während James ein beherrschter, zielstrebiger Charakter ist, folgt Mike seinen Impulsen, ohne groß nachzudenken. Das hat ihn in der Vergangenheit mehr als einmal in Schwierigkeiten gebracht, aber z.B. seine „Rache“ an seiner Familie hat schon fast Slapstick-Charakter. Das Mike allerdings auch eine ernste und sensible Seite hat, zeigt sich immer, wenn er James „beschützt“. Das ist einfach schön beschrieben.

Das Ende der Geschichte …

*lach* Sagen wir mal so: „Pretty Woman“-Fans werden ihren Spaß daran haben …

Fazit: Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn ich sie nicht wirklich ernst nehmen kann. Gute 4 Punkte und eine Leseempfehlung, wenn man mal leichte Kost sucht. Man muss dieses Buch nicht lesen. Aber es ist witzig und ich habe mehrmals laut gelacht. Was will man mehr von einer netten Lektüre für zwischendurch?

Übrigens ist die Geschichte auch für Leute, die nicht besonders gut im Englischen sind, gut zu lesen. Die Story wird z.Z. kostenlos angeboten.


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