Sonntag, 30. August 2015

"Für immer wir" von Melanie Hinz

Freundschaft, Liebe, Trauer und Hoffnung

Ella, Mark und Nick sind seit ihrer Kindheit ein eingeschworenes Team und haben sich ihre Vertrautheit selbst als Erwachsene bewahrt. Obwohl Ella und Mark verheiratet sind, ist es zwischen den dreien kein Geheimnis, dass auch Nick für Ella mehr als Freundschaft empfindet.
Als Mark erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, kommt er auf eine ungewöhnliche Idee. Nick und Ella lassen sich zunächst darauf ein. Aber alle drei scheinen vergessen zu haben, dass Trauer und Liebe Gefühle sind und aus dem tiefsten Herzen kommen, einem Organ, das sich nicht an rationale Pläne halten will …

„Für immer wir“ ist eines der emotionalsten Bücher, dass ich je gelesen habe und ich bin davon überzeugt, dass niemand außer Melanie Hinz es so wunderbar hätte schreiben können. Sie hat ein Gespür für ungewöhnliche Geschichten und Charaktere, die sie dann so lebensecht präsentiert, dass es einfach unglaublich ist. Dieses Buch ist eine emotionale Gratwanderung zwischen schmerzhafter Trauer und vorsichtig aufflammendem Glück. Es ist furchtbar zu wissen, dass man einem geliebten Menschen verlieren wird und unaussprechlich schlimm, wenn es tatsächlich geschieht. Jedes Lachen, jedes kleine Glücksgefühl kommt einem falsch vor. Aber das Leben ist eine merkwürdige Sache und manchmal blitzt selbst in den schwärzesten Stunden Hoffnung und Glück auf.

Die Geschichte von Mark, Ella und Nick ist erstaunlich. Sie ist wundervoll erzählt und sie gleitet niemals in Kitsch oder Slapstick ab. Als Leser leidet und liebt man mit allen dreien. Deshalb passen hier sogar Szenen, die so hocherotisch sind, dass sie sich tief ins Gedächtnis eingraben.

Die Liebe zwischen den drei Hauptpersonen drückt sich aber nicht nur in Sex aus. Sie wird auch in alltäglichen, kleinen Dingen spürbar. Die tief empfundene Freundschaft und das Bedürfnis, für das Glück des anderen zu sorgen, spürt man in jeder Geste der drei.

„Für immer wir“ entzieht sich einer „normalen“ Bewertung.
Kann man zu einem Buch, das mit Tränen in den Augen gelesen hat, wirklich sagen: „Gefällt mir sehr“?
Kann man eine Geschichte, die tieftraurig ist, „toll“ finden?
Keine Ahnung ...

Eines aber ist klar: Das Buch berührt das Herz und die Seele. Es ist einfach toll geschrieben und erzählt auf einzigartige Weise eine ungewöhnliche Geschichte voller Freundschaft, Liebe, Trauer und Hoffnung. Dafür gebe ich gerne 5 Punkte und eine vorsichtige Leseempfehlung, weil es wirklich total unter die Haut geht.

„Für immer wir“ ruft so viele Gefühle hervor, dass man das Buch nicht einfach schließen und zum Alltag zurückkehren kann. In Kopf und Herz werden Ella, Mark und Nick, aber auch die Menschen, die man selber liebt oder verloren hat, (wieder) sehr lebendig.


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 "Für immer wir" 

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"Der Phoenix Code 3 & 4: Tarnung und Entlarvung" von Lara Adrian und Tina Folsom

Wird sich der Phoenix wieder erheben? 

Mit dem streng geheimen Phoenix – Programm sollen die Kräfte von übersinnlich begabten Agenten genutzt werden, um Katastrophen zu verhindern, noch bevor sie geschehen. Aber Wissen ist Macht und das scheint irgendjemanden so zu beunruhigen, dass vor drei Jahren plötzlich der Code „Phoenix aus“ die Männer erreichte. Sie wurden enttarnt und müssen um ihr Leben fürchten …


Teil 3: „Tarnung“ von Lara Adrian
John, Alec und Kyle waren schon vor Phoenix ein eingeschworenes Team. Seit der Zersplitterung der Truppe hat John weder seine beiden besten Freunde, noch Kyles Schwester Lisa wiedergesehen. Als Lisa plötzlich bei ihm auftaucht, weckt sie die Erinnerungen an eine gemeinsam verbrachte Nacht und zum zweiten Mal in seinem Leben kann John einer Versuchung nicht widerstehen. Danach ist klar, dass er sie nicht mehr gehen lassen will. Aber wem darf er noch vertrauen? Alec, der so unvermittelt aufgetaucht ist und über höchst merkwürdige Verbündete verfügt, Kyle, dem Bruder seiner Geliebten oder vielleicht gar niemanden?

Teil 4: „Entlarvung“ von Tina Folsom
Nick lebt in seiner High-Tech Welt und versucht dort seine ehemaligen Kameraden wieder aufzuspüren, um die albtraumartigen Vorahnungen, die ihn plagen vielleicht doch noch abzuwenden. Als überraschende Verbündete stellt sich die Hackerin Michelle heraus. Nick merkt allzu schnell, dass er nicht nur an ihrer Fähigkeit, sich blitzschnell und unerkannt durch die virtuelle Welt zu bewegen, interessiert ist. Ihre sinnlichen Kurven führen ihn in Versuchung, sein eigentliches Ziel zu vergessen …


Auch der zweite Band der „Phoenix-Code“-Serie wartet mit zwei spannenden Storys auf, in denen es außerdem vor Erotik nur so knistert. Mir gefallen die misstrauischen „Lone Heros“, die sich zuerst widerwillig, aber dann mit ganzem Herzen auf ihre Frauen einlassen, dabei aber ihr Ziel immer nur kurzfristig aus den Augen verlieren. Außerdem mag ich, dass die Mädels keine verhuschten Häschen sind, die auf ihre Rettung warten, sondern sich mit Grips und zur Not mit allen zur Verfügung stehenden Waffen neben ihre Männer stellen.

Langsam kommt auch die Rahmenhandlung in Schwung. Die Männer von Phoenix werden immer noch gnadenlos gejagt. Aber langsam besinnen sie sich auf ihre alten Fähigkeiten und verstehen, dass sie im Team am stärksten sind. Wird der Phoenix sich wieder aus der Asche erheben? Oder haben die Verräter ihn schon endgültig zerstört?

Mit Ethan, Scott, John und Nick haben sich am Ende bereits vier der ehemaligen Geheimagenten wiedergefunden. Eigentlich sind es sogar fünf. Wer dieser Mann ist, werde ich nicht verraten. Das wäre ein Spoiler und würde einen ganzen Teil der Spannung aus der Geschichte nehmen.


Fazit: Auch für diesen Band gibt es von mir wieder 5 Punkte und eine Leseempfehlung. Man sollte diese beiden Geschichten in der richtigen Reihenfolge lesen, da sie gewissermaßen aufeinander aufbauen. Man kann sie auch verstehen, "
Flucht und Neuanfang: Phoenix Code 1 & 2zu kennen. Das Buch hat mir allerdings so gut gefallen hat, dass ich es auf keinen Fall missen möchte, es gelesen zu haben.

Ich bin jetzt schon gespannt, wie es mit der Serie weitergeht!!!


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Links zu den Büchern der "Phoenix Code Serie":
Band 1: "Flucht und Neuanfang: Phoenix Code 1 & 2"
Band 2: "Tarnung und Entlarvung: Phoenix Code 3 & 4"

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Samstag, 29. August 2015

"Verlockung der Dunkelheit" von Lara Adrian

Beginn eines Spin Offs?

Lazaro Archer ist ein Gen-1-Vampir und einer der ältesten seiner Art. Nachdem Dragos vor 20 Jahren seinen Dunklen Hafen und gleichzeitig beinahe seine gesamte Familie, inklusive seiner geliebten Blutsgefährtin, ausgelöscht hat, arbeitet er für Lucan und den Orden. Sein Herz hält er sorgsam unter Verschluss. Zu furchtbar war sein Verlust.

Melena kennt Lazaro seit ihrer Kindheit. Tatsächlich hat er ihr einmal das Leben gerettet, als sie noch ein Kind war. Aber nun ist sie erwachsen und kann auf sich aufpassen. Glaubt sie zumindest. Denn dunkle Kräfte wollen den brüchigen Frieden zwischen Vampire und Menschen stören. Melenas Vater wird das Ziel eines Anschlags, dem sie selbst nur knapp und nur mit Lazaros Hilfe entkommen kann.

Auf der Basis alter Erinnerungen wächst plötzlich etwas Neues: Ehrliche Bewunderung und körperliche Anziehung ergeben ein hochexplosives Gemisch, dem sie weder Melena noch Lazaro entziehen können. Reicht das für eine gemeinsame Zukunft?



„Verlockung der Dunkelheit“ von Lara Adrian knüpft nahtlos an den ersten Teil der Geschichten um Lucan und seine Ordenskrieger an und erzählt die spannende Story eines der letzten „alten“ Gen-1-Vampire. Ich fand Lazaro Archer von Anfang an unheimlich interessant und finde es klasse, das er nun seine eigene Geschichte bekommen hat. Es wäre mit Sicherheit auch interessant gewesen, mehr aus seiner Vergangenheit zu erfahren, die vorliegende Novelle konzentriert sich aber im Wesentlichen auf die Gegenwart. Die Chemie zwischen Melena und Lazaro stimmt, das merkt man und kann auch nachvollziehen, wieso Archer seine über zwanzig Jahre kultivierte Zurückhaltung gegenüber Stammesgefährtinnen aufgibt. Klasse geschildert waren auch Melenas absolut berechtigte Zweifel und Ängste. Ihre Gabe macht weise weit über ihr Alter hinaus.

Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist, wie schnell sie die Beziehung entwickelt. Das kommt mir angesichts der Trauer, die Melena um ihren Vater empfindet ein wenig zu rasch vor.

Richtig klasse dagegen fand ich die kurzen Blicke auf die anderen Ordenskrieger in Rom. Ich bin jetzt unheimlich neugierig auf JEDEN von ihnen und kann es kaum abwarten, mehr über Jehan, Savage und Trygg zu erfahren! Hoffentlich bekommt jeder der drei ein eigenes Buch oder zumindest eine Novelle. Interessant genug sind sie allemal.

Fazit: Trotz kleinerer Kritikpunkte eine richtig gelungene und absolut lesenswerte Kurzgeschichte aus dem Universum der Midnight Breeds. Allein schon wegen des Gedankes, dass es mehr über die Zweigstelle des Ordens in Rom geben könnte und dies dann sozusagen die erste Folge eines Spins Offs ist, sollte man die Story nicht verpassen.

Deshalb 5 Punkte und eine Leseempfehlung.



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- "Verlockung der Dunkelheit" 

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Donnerstag, 27. August 2015

"For the first time: Astro-Qickie: Jungfrau" von Nina Hunter

Kochend heiß und überraschend zärtlich!

Damien verleiht dem Wort „One night Stand“ eine ganz neue Bedeutung. Er schläft nie ein zweites Mal mit einem Mann und Gefühle bleiben sowieso außen vor.

Erst als er erneut auf Ethan trifft, der ihn einst nur benutzt hat, bekommt der Panzer um sein Herz Risse. Aber ist es wirklich Hass, den er empfindet? Während Damiens Kopf finstere Rachepläne schmiedet, scheint sein Bauch etwas ganz anderes zu wollen …

Normalerweise folgen erotischen Romanzen gewissen Regeln, vor allem, wenn sie relativ kurz sind. Diese hat mir überrascht. Sie fängt kochend heiß an und bringt das Kopfkino immer wieder auf Hochtouren, während man mit Damien durch die Berliner Szene Clubs streift, um dann unmerklich immer zärtlicher und romantischer zu werden.

Wieso dass so gut funktioniert? Nina Hunter schreibt fantastisch und wendet einen kleinen Trick an. Jede der Szenen ist einfach genial geschrieben, dass man sie mit Genuss mehrmals lesen kann. Jede erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre, gemeinsam ergeben sie ein stimmiges Gesamtbild.

Ich glaube, man merkt mir meine Begeisterung für die Geschichte an. Logisch, dass sie 5 Punkte und eine Leseempfehlung erhält.

Außerdem eine Bitte an die Autorin: Mehr davon! Ganz viel mehr!!!

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- "For the first time" (aus der Serie Astro-Quickie: Jungfrau)

Genauso sinnlich und mit einem satten Fantays-Anteil: 
- " Träume der Sehnsucht" (aus der Serie: Lust de Lyx)

Leider habe ich bisher in beiden Serien ansonsten nur Hetreo-Geschichten gefunden. 
 Lasse mich gerne eines Besseren belehren ...

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Mittwoch, 26. August 2015

"Träume der Sehnsucht" von Nina Hunter

Spannend und erotisch

Nolan erwacht verletzt in einer Zelle und kann sich zuerst nicht einmal an seinen Namen erinnern. Sein zorniger Bewacher glaubt ihm kein Wort.

Sind die erotischen Träume, die Nolan immer wieder überkommen, in Wirklichkeit Erinnerungen? Dann wird plötzlich seine Zeit knapp, denn aus den Tiefen der keltischen Vergangenheit erhebt sich uralter, grausamer Feind…

Mit „Träume der Sehnsucht“ von Nina Hunter hat der Lyx-Verlag in seiner Reihe „Lust de Lyx“ nach 17 „klassischen“ Love-Storys die erste homoerotische Geschichte veröffentlicht.

Darin wird der Leser wird auf eine emotionale Gratwanderung geführt: Die traumatische Situation in der Zelle, gefangen zwischen Hilflosigkeit, Schmerzen und „Nicht-Wissen“, wechselt sich mit den sinnlichen Träumen ab. Die keltische Mystik bringt einen ungewöhnlichen Fantays-Anteil dazu. Man kann keine Sekunde aufhören zu lesen, wartet voller Spannung darauf, was als Nächstes passieren wird.

Das sich hier zwei Männer lieben, ist ein Teil, aber nicht der Kern der Geschichte. Es geht um Vertrauen und Nähe, darum, wie weit man sich zu öffnen bereit ist, auch auf die Gefahr hin, verletzt zu werden. Insofern hätte das Buch keinen passenderen Titel haben können: Nolan träumt von sinnlichen Begegnungen und sehnt sich mit jeder Faser seines Herzens nach der Nähe, die er in diesen gespürt hat.

Von mir gibt es für diese wunderbar spannend-erotische Story mindestens 5 Punkte und auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Natürlich ist diese Geschichte nicht neu und auch die Rezi gibt es unter dem Buch schon eine ganze Weile. Ich konnte allerdings von Nina Hunter vor einigen Tagen den "Astro Quickie" mit dem Titel "For the first time" ergattern. 
Diese GayRomanze ist genauso sinnlich geschrieben wie „Träume der Sehnsucht“ und spielt im Berlin dieser Tage. Sie ist also auch etwas für Leute, die mit Fantasy nichts anfangen können.
Lesetipp! Die Rezension dazu wird folgen!

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- " Träume der Sehnsucht" (aus der Serie: Lust de Lyx)
- "For the first time" (aus der Serie Astro-Quickie: Jungfrau)

Leider habe ich bisher in beiden Serien ansonsten nur Hetreo-Geschichten gefunden. 
 Lasse mich gerne eines Besseren belehren ...

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"Liebe unbeirrbar (Jäger der Dessla 3)" von Alexa Lor

Das Wesen der Liebe …

Zegg ist erst vor Kurzem zu Gors Truppe gestoßen. Auch wenn er mittlerweile dazu gehört, so braucht es doch Zeit, bis alle ihm blind vertrauen. Vielleicht spüren sie auch instinktiv, dass Zegg ein Geheimnis hütet. Dass es dabei ausgerechnet um eine Frau geht, kann angesichts der Tatsache, dass Zegg seine Bettgefährtinnen schneller wechselt, als manch anderer die Socken, ja niemand ahnen.

Um ein Bündnis mit den Wempyren zu schließen, machen sich die Jäger unter Gor nach Amerika auf. Hier scheint sich Zeggs Schicksal zu erfüllen, als er Shannon wiedertrifft, die er niemals vergessen hat. Doch Glück und Leid liegen nah beieinander. Als etwas Schreckliches passiert, zeigt sich, ob aus den Zeggs Kampfgefährten in der Zwischenzeit auch echte Freunde geworden sind.



Der mittlerweile dritte Band um die „Jäger der Dessla“ bietet wieder eine packende Rahmenhandlung, in die eine mitreißende Liebensgeschichte eingebettet ist. Die Dessla driften weiter auf einen Krieg zu und versuchen alles, um ihre Reihen zu schließen. Besonderen Spaß macht es, die schon bekannten Charaktere wieder zu treffen und zu erleben, was nach dem „Happy End“ mit den Paaren weiter passiert. Außerdem nähert sich die Reihe der Parallelgeschichte „Gefährlicher Geliebter“ an, in der der Wempyrköning Furor schon aufgetreten ist.

Für mich hatte „Liebe unbeirrbar“, das ja eindeutig im Bereich Fantasy angesiedelt ist, auch eine durchaus ernste Komponente. Ich werde hier nicht spoilern, wo genau das Problem zwischen Zegg und Shannon liegt, aber soviel sei gesagt: Verpackt in eine spannende, aktionreiche Geschichte wird ganz unauffällig die Frage gestellt, wie eine Liebe bestehen bleiben kann, wenn sich einer der Partner sich durch einen Schicksalsschlag plötzlich völlig verändert.

Obwohl Alexa Lors Dessla nahezu unsterblich und manchmal schrecklich altmodisch sind, benutzen sie eine ziemlich moderne Sprache und scheuen sich nicht, die Dinge beim Namen zu nennen, wenn sie denn mal den Mund aufbekommen. Tendenziell sind die Jungs besser mit ihren Waffen, als mit ihren Worten. Auch der Roman ist betont modern erzählt. Das muss man mögen. Freunde feinsinniger Wortspiele werden hier nicht unbedingt fündig …

Ich bin jedenfalls unheimlich gespannt, wie es mit den Jägern und – nicht zu vergessen! – den starken Frauen an ihrer Seite Aweitergeht. Dabei kann ich mich nicht entscheiden, ob ich am liebsten zuerst etwas über Temm, über Manus oder doch über Skall lesen möchte. Hauptsache, der nächste Band lässt nicht zu lange auf sich warten …


Alles in allem gibt es von mir solide 4,5 – aufgerundet 5 – Punkte und eine Leseempfehlung. Allerdings sollte man auf jeden Fall mit dem ersten Band der Serie beginnen. Mit Kenntnis der Vorgeschichte versteht man viele der Sidekicks zwischen den Jägern einfach besser …


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Gefährlicher Geliebter 
Liebe unaufhörlich (Jäger der Dessla 1)
Liebe unwiderruflich (Jäger der Dessla 2)

- Liebe unbeirrbar (Jäger der Dessla 3)

Bildquelle: Main-Verlag

Übrigens: Wenn man das Buch gelesen hat, sollte man das wunderschöne Cover noch einmal genauer anschauen. Man sieht es dann mit anderen Augen ...

Sonntag, 16. August 2015

"Spuren" von Manuel Magiera

Berührende Spuren des Lebens

„Spuren“ von Manuel Magiera ist eine ungewöhnliche Sammlung von Kurzgeschichten, die einen breiten Bogen durch die Zeit schlägt.

Hier ein Überblick:

1. Die Teststrecke

2. Nur noch ein letztes Mal

3. Das Herz

4. Seehunde im Abendrot

5. Schwul-lesbische Vampire an Hallowween

6. Mein Freund, sein Anorak und ich

7. Transexuell (Eine autobiographische Familiengeschichte)


Besonders berührt haben mich zwei der Storys: „Die Teststrecke“ erinnert anhand eines persönliches Schicksals an die unfassbaren Schrecken den dritten Reiches, einer Zeit in der Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer Abstammung oder ihrer sexuellen Orientierung ausgegrenzt, deportiert und zu Tode gequält wurden. Geschichte, die nicht in Vergessen geraten und als Mahnung für die Zukunft gelten sollte. Manuel Magiera erzählt und lässt den Leser eigene Schlüsse ziehen …

Sehr offen und ehrlich ist die autobiographische Geschichte „Transsexuell“, die nicht nur von den Problemen, sondern auch von den Hoffnungen und Träumen eines Mannes erzählt, der im falschen Körper geboren wurde und zuerst einmal versucht, aus seiner Situation das Beste zu machen. Aber wie lange kann man sein wirkliches Selbst unterdrücken?
Um ehrlich zu sein, reagiert die Umwelt nicht immer  positiv auf den Versuch …

Darüber sollten aber auch die anderen Storys nicht vergessen werden. Manuel Magiera erzählt mit überraschenden Einblicken und Wendungen. Die Geschichten gehen zu Herzen, ohne kitschig zu sein, sie bringen zum Schmunzeln oder zum Nachdenken.

Gemeinsam haben alle, dass sie direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen. Vielleicht hat der Autor sie nicht alle selber erlebt, aber man hat immer den Eindruck, er würde etwas erzählen, was so tatsächlich geschehen ist.

Es gibt eine winzige Ausnahme: „Das Herz“ erzählt von einer unmöglichen Liebe, die einen sehr ungewöhnlichen Weg geht und endet sehr überraschend. Aber sie passt ausgezeichnet in die Reihe. Wenn das Ende von „Das Herz“ Wahrheit wird, hat die Toleranz hoffentlich gewonnen.

„Spuren“ von Manuel Magiera ist ein ganz besonderes Buch, dem ich gerne 5 Punkte gebe und das ich jedem Leser ans Herz legen möchte.


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- "Spuren"

Verlag: Main-Verlag

Bildquelle: Main-Verlag



Donnerstag, 13. August 2015

"Tote Poeten und Pickelstift" von Kooky Rooster

Nicht für mich geschrieben und doch wie für mich gemacht …

Zu behaupten in „Tote Poeten und Pickelstift“ gehe es um einen Lehrer, der sich in seinen Schüler verliebt ist so aussagekräftig, wie zu erklären, dass es in „Cyrano de Bergerac“ um einen hässlichen Kerl mit langer Nase geht.
Beides ist wahr und sagt doch weder etwas über den Kern der Geschichten, noch über den Zauber, der ihnen innewohnt aus.

Weil ich nicht weiß, ob ich die Rezi schreiben kann, ohne zu spoilern, gibt es das Fazit mal wieder vorneweg: Begeisterte 5 Punkte und eine Leseempfehlung, die sich gerade auch an Leute richtet, die (wie auch ich) normalerweise mit dem Lehrer-Schüler-Thema so gar nichts anfangen können!

Ab hier SPOILER möglich:
Erik ist gerade dabei, sich vom übergewichtigen, pickeligen Teenager in einen jungen Mann zu verwandeln, als er sich in seinen Lehrer Jonas Keilmann verliebt. Da er sein Leben lang gemoppt wurde, glaubt er nicht den Hauch einer Chance zu haben. Erstens … der Kerl ist sein LEHRER! Zweitens ist er unglaublich heiß und wird von allen weiblichen Wesen angehimmelt und drittens ist es Erik so sehr gewöhnt, gemoppt zu werden, dass er von sich selbst nicht glaubt liebenswert zu sein.

Nichtsdestotrotz ist auch eine hoffnungslose Liebe eine Liebe und so erlebt Erik Himmel und Hölle gleichzeitig, zumal Jonas einige seiner Hobbys zu teilen scheint. Die Aufführung eines Theaterstücks bringt die beiden einander dann tatsächlich näher. Aber damit fangen die Schwierigkeiten natürlich erst an …

Ich habe mich mit dieser Ausgangssituation eigentlich nicht wohlgefühlt. Ich mag Geschichten, bei denen sich die Partner auf Augenhöhe begegnen und bisher ist mir keine Lehrer-Schüler-Story unter gekommen, bei der dies wirklich der Fall war. Irgendwie scheint einer der beiden immer ein Opfer zu sein …

Aber natürlich war mit klar, dass es in einem Roman von Kooky Rooster niemals so einfach sein würde. Und ich bin nicht enttäuscht worden!
In „Tote Poeten und Pickelstift“ begegnen sich zwei junge Männer, die zwar zuerst als Lehrer und Schüler aufeinandertreffen, aber sich durchaus ebenbürtig sind. Jonas, der wahnsinnig gut aussehende „Gott“ versteckt ebensoviele Ängste und Zweifel unter seinem gutaussehenden Äußeren, wie Erik, der noch gar nicht realisiert hat, dass er das hässliche Entlein hinter sich gelassen hat und zu schönen Schwan geworden ist.
Wie so oft bei Kooky Rooster ist die Schilderung der Beziehung, der Gefühle und Gedanken so einzigartig intensiv, dass man nicht nur glaubt dabei zu sein, man glaubt die Dinge wirklich zu erleben. Wahre Liebe, das wird schnell deutlich, zeigt sich nicht in den schönen Momenten einer Beziehung, sondern in den furchtbaren. Wie reagiert man, wenn sich scheinbar die ganze Welt gegen einen verschworen hat? Und , als wäre das nicht schon genug, was macht man, wenn dann auch noch der eigene Körper zu Verräter wird?

Unschuld, gepaart mit Entschlossenheit, trifft auf Erfahrung, unterlegt mit Zweifeln und Ängsten. Erik und Jonas lieben einander nicht nur wirklich, sie ergänzen einander auch wunderbar.

Ich würde hier am liebsten seitenweise über einzelne Szenen schwärmen, die auf den ersten Blick weder romantisch und noch schön anzusehen sind und mir doch im Nachhinein die Tränen in die Augen getrieben haben, weil ich dachte: JA! Das ist sie! Die wahre, die große, die einzige Liebe!

Interessanterweise ist mir auch erst später klar geworden, dass ich nicht nur eine traumhaft schöne Romanze gelesen habe, sondern auch eine leidenschaftliches Plädoyer für Fairness.
Die Vorurteile, denen Jonas und Erik begegnen, sind keinesfalls an den Haaren herbeigezogen und die Vorstellung, sich täglich mit einem solchen Unsinn auseinandersetzen zu müssen, treibt mir einen kalten Schauer den Rücken herunter. Besonders Jonas wird aufgrund seiner Homosexualität einer Ungeheuerlichkeit beschuldigt, die sich kein Mann, der eine jüngere, aber doch fast volljährige Frau liebt, anhören muss.

Was bleibt also „hängen“ von diesen Buch?
Es ist eine wunder-wunderschöne Liebesgeschichte, eine Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden und — in meinen Augen — ein leidenschaftliches Plädoyer für einen fairen Umgang miteinander.
Zuerst glaubte ich ja, es wäre nicht für mich geschrieben. Aber es ist einfach wie für mich gemacht. Ich liebe es und werde es auf jeden Fall mehr als einmal lesen.

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- "Tote Poeten und Pickelstift"

Autorenseite: Kooky Rooster
Verlag: bookrix

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Donnerstag, 6. August 2015

"Heimatliebe" von Seth Ratio

Heimat ist, wo dein Herz sein Zuhause findet …

Gefahr und Tod gehören zum Alltag eines Soldaten im Irak, Sicherheit gibt es nicht. Jeder Mensch, jeder Mann, jede Frau und sogar jedes Kind ist eine potentielle Bedrohung.
Der permanente Stress und die Verantwortung, trotzdem die richtigen Entscheidungen zu treffen, lasten schwer auf den Soldaten des Marine Corps, besonders aber auf den Scharfschützen, die mit jeder Kugel über ein fremdes Leben entscheiden. Wenigstens den eigenen Leuten müssen sie blind vertrauen können …
Sniper und seinen Aufklärer Patrick verbindet viel mehr als nur der gemeinsame Job. Ihre private Beziehung müssen sie aber geheim halten, da das Militär Homosexuelle nicht duldet, sondern mit Entlassung ahndet. Für Sniper und Patrik würde das Eingeständnis ihrer Liebe bedeuten, dass sie ihrem Land nicht mehr dienen dürfen …

„Heimatliebe“ ist eine geradezu unheimlich intensiv geschriebene Kurzgeschichte von Seth Ratio, die vor der Öffnung des US-Militärs für Homosexuelle spielt. Die Story ist keine kitschige Romanze, sondern erzählt schonungslos von der Härte des Krieges, von der Hitze, dem Dreck und der Gefahr. Aber man findet trotzdem selten eine so intensive und berührende Schilderung einer verbotenen Liebe zwischen zwei Männern.

Sniper und Patrick sehen sich täglich, arbeiten eng zusammen und dürfen sich ihre Zuneigung doch nur durch winzige Blicke und geheime kleine Gesten zeigen. Jede Berührung, jeder Kuss könnte dazu führen, dass sie die einzige andere Sache verlieren, die für sie eine Bedeutung hat und in der sie wirklich gut sind: Für Sniper und Patrick ist das Marine Corps nicht nur Beruf, es ist ihre Berufung.

Ich habe diese Geschichte mehr als einmal gelesen und bin immer noch fasziniert von der Palette von Emotionen, die hier auf wenigen Seiten transportiert werden. Das „funktioniert“ nur, weil wirklich jedes Wort trifft.

Man versteht nicht nur, warum die Männer etwas machen, man empfindet es mit ihnen. Man spürt ihre Müdigkeit, ihre Zweifel und Ängste, ihre tiefe Loyalität zueinander, aber auch zu ihrem Land. Und man versteht, warum sie es ertragen können, sich inmitten von Tod und Wahnsinn täglich zu sehen, aber nie körperlich zu berühren.

„Heimatliebe“ ist bittersüß und knallhart. Es ist tieftraurig und zugleich wunderschön. Die Geschichte ist außergewöhnlich und fernab aller Klischees.
Diesmal gibt es keine „Leseempfehlung“. Das hier ist ein absolutes „Muss“ und deutlich mehr als 5 Punkte wert.

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- "Heimatliebe"
- "Little Things"
- "Queery Tales: Auf magischer Reise!"

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Montag, 3. August 2015

"Satisfaction on demand: Eine erotische Vision" von M.C. Steinweg

Gilt die Formel: Sex = Erotik?
In einer postapokalyptischen Welt haben die Frauen die Macht. Sie entscheiden alles und die Männer spielen kaum noch eine Rolle. Selbst ihre „Funktionen“ sind streng reglementiert: Sie dienen der Gesellschaft in nur wenigen Jobs sind kaum mehr als Sklaven. Eine Sonderform bilden die „Satisfactoren“, die jede Frau mehrmals im Jahr besuchen darf und die dazu trainiert und verpflichtet sind, zu gehorchen und sich ohne Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse den Wünschen der Frauen zu unterwerfen.

Sex ist für Janus sein Beruf und er ist gut darin. Er wurde aufgrund seiner Genetik dafür ausgewählt und über Jahre darin ausgebildet, Frauen zu befriedigen. Außerdem ist er einer der wenigen Männer, die Nachwuchs zeugen dürfen, den er allerdings nie zu Gesicht bekommen wird. Die Mädchen wachsen bei ihren Müttern auf, die Jungen in speziellen Einrichtungen ohne Bindung an eine Familie.
Janus Weltbild bekommt Risse, als er Fleur kennenlernt und zum ersten Mal merkt, dass er nicht nur den Körper einer Frau, sondern auch ihre Seele streicheln will …
Er will sie kennenlernen und nicht nur als Mittel zum Zweck wahrgenommen werden. Fleur scheint ähnlich zu empfinden. Doch ihre Liebe ist im System ein Verbrechen!

Ich tue mich mit der Bewertung der Story ein wenig schwer. Um es vorweg zu nehmen: Sie hat mir gut gefallen und ich habe sie voller Spannung in einem Rutsch durchgelesen. Damit bekommt sie eigentlich 5 Punkte und eine Leseempfehlung.
Das gilt allerdings ohne Einschränkung nur dann, wenn man gut geschriebene und interessante Dystopien mag. Ich hatte ehrlich gesagt bei dem provokanten Cover und dem Untertitel „Erotische Vision“ etwas anderes erwartet …

Bekommen habe ich die mitreißende Geschichte eines jungen Paares, das in einer Welt lebt, in der versucht wird, Sex und Herz komplett zu trennen. Geschlechtsverkehr wird auf körperliche Befriedigung und Vermehrung reduziert. Gerade im ersten Teil des Buches war für mich sehr deutlich, dass Sex für Janus sein Beruf ist. Dazu ist er ausgebildet und so setzt er seinen Körper ein. Sex betreibt Janus rational, auf Abruf und mit jeder Frau, die ihn besucht.

Wenn man Sex und Erotik gleichsetzt, ist diese Buch mit Sicherheit sehr erotisch. Wenn man Erotik aber als etwas sieht, das man mit dem Verstand zwar „ankurbeln“ kann, das aber von Gefühlen und Fantasie erst beflügelt wird, so findet man deutlich weniger wirklich erotische Szenen.

Zärtlicher und wunderschön sind vor allem die Momente zwischen Janus und Fleur. Hier springt der Funke dann endlich über …

Ein wenig hat sich M.C. Steinweg mit ihrer spannenden Zukunftsvision selber überlistet: Irgendwann fand ich persönlich es spannender, was außerhalb des Bettes passiert, als das was sich zwischen den Laken abspielt. Kurz gesagt: Die dystopischen Elemente des Romans haben mich so gut überzeugt, dass sie die erotischen überlagern. Ich wollte nämlich unbedingt wissen, ob und wie es für Fleur und Janus einen Ausweg gibt, eine Chance als Paar zusammen zu leben und nicht nur als Satisfactor und Geberin.

Soviel noch dazu: Ich bin immer wieder überrascht worden, ohne das eine der Wendungen unglaubwürdig war.
Über die Welt in der die beiden leben, hätte ich übrigens gerne noch sehr viel mehr erfahren …

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- "Satisfaction on demand"

Bildquelle: cupido-books.com

Übrigens: Ein Blick auf die Homepage oder den blog des Verlages unter cupidobooks.blogspot.de lohnt sich!

Sonntag, 2. August 2015

"Cains Geheimnis" von Tina Folsom

Gefährliche Intrigen

Cain kann sich absolut nicht an seine Vergangenheit erinnern. Aber durch seine Träume geistert eine wunderschöne Frau in einem roten Kleid. Ist sie eine Erinnerung?
Als plötzlich ein Fremder auftaucht und ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt, kann Cain es kaum glauben. Aber der Mann hat ein Foto von der Frau aus seinen Träumen dabei. Cain kann nicht anders. Mit Hilfe seiner Freunde von Scanguards macht er sich auf, um den Schleier über den Geheimnissen seiner Vergangenheit zu lüften …

Cains Geheimnis“, das diesem Buch von Tina Folsom seinen Titel gibt, hat mich fasziniert, seit er zum ersten Mal in der Serie aufgetaucht ist. Man spürte immer wieder seine Verlorenheit, weil er kein Gestern hat, auf das er in seinen Entscheidungen zurückgreifen kann. Was mit ihm passiert ist und wer er vor seinem Gedächtnisverlust war, hat mich völlig überrascht.
Leider haben mich in der Story auch so einige andere Dinge überrascht: Cain (und seine Freunde) handeln in meinen Augen nicht immer logisch und vernachlässigen naheliegende Dinge. Zum Beispiel kommt er nach einem Jahr nach Hause, schüttelt (sinngemäß) allen die Hand und geht dann zum Schlafen in Bett (!!!).
Wenn einer meiner Bekannten von einem Wochenendausflug zurückkommt haben wir uns mehr zu sagen. Auch wenn Cain vertuschen will / muss, dass er an Amnesie leidet, so könnte er doch die anderen zumindest berichten lassen, was zuhause alles geschehen ist … (… und würde dabei nebenher vielleicht schon so einige Dinge erfahren, die ihn später völlig überraschen.)
Von diesen, für mich irritierenden Szenen gibt es immer mal wieder eine. Außerdem hätte ich furchtbar gerne mehr aus der Vergangenheit von Faye, Cain und John erfahren, die leider nur angedeutet wird.

Dafür entschädigen aber dann Stellen, die gewohnt gut gelungen sind. Es ist z.B. anrührend zu lesen, wie Cain darum ringt, der Mann zu sein, der er einmal war, aber sich in einigen Dingen subtil verändert hat. Auch die Kämpfe, die sich Cain und seine Widersacher liefern sind richtig spannend zu lesen. Für den nötigen Humor sorgt wieder einmal unfreiwillig Wesley, der immer noch darum kämpft, seine Kräfte als Hexer in den Griff zu bekommen.
Die Story spielt diesmal in New Orleans und es gibt einen weiteren Clan, der den Scanguards bisher anscheinend nicht bekannt ist. Ob der nächste Band der Serie sich wohl um deren König Victor dreht? Oder geht es vielleicht mit Wes oder Blake weiter? Auch Johns Geschichte würde mich interessieren. Es bleibt also spannend!

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, also 4 Punkte und eine Leseempfehlung, die übrigens für die gesamte Serie gilt. Man kann gerade diese Geschichte auch lesen, ohne den Rest zu kennen, da es sich sehr auf Cain konzentriert. Da die anderen Storys aber jede für sich richtig klasse sind, sollte man nicht darauf verzichten.

Haben wollen?
 Hier kann man die Scanguards-Reihe von Tina Folsom kaufen: 

Der Serieneinstieg ist als "Box Set incl. der engl. Ausgabe sogar kostenlos erhältlich:

- "Samsons Sterbliche Geliebte" (Band 1 als "Box Set" kostenlos!) -> zur Rezi

- "Samsons Sterbliche Geliebte" (Band 1, "normal")
- "Amaurys Hitzköpfige Rebellin(Band 2)
- "Gabriels Gefährtin
(Band 3)
- "Yvettes Verzauberung
(Band 4)
- "Zanes Erlösung
(Band 5)
- "Quinns Unendliche Liebe
(Band 6) 
- "Olivers Versuchung(Band 7)
- "Thomas' Entscheidung
(Band 8)
- "Ewiger Biss" (Kurzgeschichte, Band 8,5)
- "Cains Geheimnis
(Band 9)
- "Luthers Rückkehr" (
Band 10)

Bildquelle: amazon

"Luthers Rückkehr" von Tina Folsom

Geläuterter Bad Boy

Luther hat 20 Jahre in einem speziell für Vampire entwickelten Gefängnis für seine Taten gebüßt und wird nun endlich entlassen. Bevor er mit seinem neuen Leben beginnt, will er sich aber noch persönlich bei seinen alten Freunden — die durch seine eigene Schuld zu seinen Feinden geworden sind — entschuldigen.

Wenn er gewusst hätte, in welche Schwierigkeiten er dadurch gerät, hätte er wahrscheinlich einen riesigen Bogen um San Francisco gemacht. Andererseits wäre ihm dann niemals Katie begegnet, die ihm schnell wichtiger ist, als er es sich eigentlich eingestehen möchte …

Ich muss gestehen, dass ich von der Idee eines „echten“ Bad Boys hin und weg war und das Buch meine Erwartungen noch deutlich übertroffen hat. Luther ist ein toller Held, dem man seine Wandlung abnimmt, vor allem, weil er nicht zu einem „Schmuse-Vampir“ mutiert, sondern seine Ecken und Kanten behält. Genauso nimmt man ihm seine Selbstzweifel und Einsamkeit sofort ab.

Katie ist eine toughe Heldin, die allerdings ein wenig länger braucht, um zu ihrer vollen Form aufzulaufen. Das liegt weniger an ihr selbst, als daran, dass Tina Folsom mit diesem Buch einen ganz entscheidenden Schritt in der Serie gemacht hat: Die Scanguards sind nicht nur 20 Jahre älter geworden, sondern vor allem auch Eltern von einer ganzen Bande von Teenagern und jungen Erwachsenen, die darauf drängen in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Es braucht halt ein wenig Zeit, die neuen Charaktere wenigstens ganz kurz vorzustellen.

Helden und Heldinnen für eine ganze Latte von weiteren Büchern stehen also nun in den Startlöchern!

Luthers Rückkehr“ selbst punkte nicht nur mit einer temporeichen, spannenden Geschichte, sondern auch mit einem Paar, bei dem die Chemie stimmt und zwischen dem die Funken fliegen. Die beiden sind von der ersten Minute an heiß auf einander, dass spürt man als Leser deutlich. Entsprechend prickeln die erotischen Szenen. Rasch merkt man aber auch, warum Katie und Luther ihr Herz aneinander verlieren, ohne dass sie es sich selbst und einander zuerst eingestehen wollen. Die zärtlichen und bittersüßen Momente machen aus dem Buch etwas Besonderes, das im Gedächtnis haften bleibt.

So! Genug geschwärmt!!! Noch kurz und knackig 5 Punkte und eine Leseempfehlung verteilen …
… dann fängt das Warten auf den nächsten Band der „Scanguards“ an. Ich bin mit „Luthers Rückkehr“ nämlich wieder so richtig auf den Geschmack gekommen und will wissen, was aus den ganzen Kids wird. Und aus John. Und aus Blake. Und aus …


 Wann geht es endlich weiter, Frau Folsom???


Haben wollen?
 Hier kann man die Scanguards-Reihe von Tina Folsom kaufen: 

Der Serieneinstieg ist als "Box Set incl. der engl. Ausgabe sogar kostenlos erhältlich:

- "Samsons Sterbliche Geliebte" (Band 1 als "Box Set" kostenlos!) -> zur Rezi

- "Samsons Sterbliche Geliebte" (Band 1, "normal")
- "Amaurys Hitzköpfige Rebellin(Band 2)
- "Gabriels Gefährtin
(Band 3)
- "Yvettes Verzauberung
(Band 4)
- "Zanes Erlösung
(Band 5)
- "Quinns Unendliche Liebe
(Band 6) 
- "Olivers Versuchung(Band 7)
- "Thomas' Entscheidung
(Band 8)
- "Ewiger Biss" (Kurzgeschichte, Band 8,5)
- "Cains Geheimnis
(Band 9) -> zur Rezi
- "Luthers Rückkehr" (
Band 10)

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