Montag, 30. November 2015

"Hinter verschlossenen Türchen" von Nathalie Rabengut u.a.

Advent, Advent …

Der Advent ist nicht nur die Zeit, in der wir auf’s Christkind warten. Traditionell ist es auch die Zeit, in der man Gutes tut. Natalie Rabegut und ihre Mitautorinnen haben den Gedanken aufgegriffen und etwas richtig Tolles auf die Beine gestellt: Einen Adventskalender mit 24 Kurzgeschichten, die (be)sinnlich die Zeit bis Weihnachten verkürzen.

Der Erlös des Buches wird an „Die Tafel e.V.“ gespendet, aber auch die Käufer haben einen echten Gewinn! 24 Storys, die teils so süß wie Schokolade und teils so heiß wie … sagen wir mal „Glühwein“ sind.

Natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe schon ein paar der virtuellen Türchen auf meinem kindle geöffnet, auch wenn heute erst der 30.November ist. Testweise sozusagen. Es ist aber auch zu verführerisch …

Wenn man einmal angefangen hat, die kleinen, heißen Storys zu lesen, kann und will man nicht mehr aufhören. Sie sind genau richtig, um sie gemütlich eingekuschelt bei einer Tasse heißen Kakao zu genießen, aber es könnte sich auch lohnen morgens ein paar Minuten früher aufzustehen und sich schon vor dem Frühstück etwas zu gönnen, dass den ganzen Tag versüßt, ohne sich im geringsten auf der Hüfte abzulagern. Zum Glück macht Kopfkino nicht dick …

Wann und wie auch immer man die „verschlossenen“ Türchen an diesen besonderen Adventskalender öffnet, garantiert findet man dahinter eine kleine, heiße und manchmal witzige Ablenkung vom Alltag. Hin und wieder wird man auch eine Überraschung erleben, weil die toll geschriebenen Geschichten plötzlich eine andere Richtung nehmen, als man das zuerst gedacht hat.

Deshalb gibt es von mir 5 Punkte und eine Leseempfehlung, die nicht nur bis Weihnachten gilt!

P.S.: Das Cover finde ich super-süß und genau passend zum Buch. Gefällt mir!

Direklink zum "Abventskalender": "Hinter verschlossenen Türchen"

Übersicht über die Autoren und Geschichten:

1. Natalie Rabengut – The Other Christmas
2. Mina Wiley – Cupcake-Küsse
3. Drucie Anne Taylor - Kölsche Weihnacht
4. Helena Noir – Ihr erster Sturm
5. Allie Kinsley – Weihnachten in Las Vegas
6. Pia Klee – Die Praktikantin
7. Kate Franklin – Crazy Christmas
8. K.C. Stevens – Hot Father Christmas
9. 
Rune Fennholm – Winternacht 
10. Philippa L. Andersson – Blind Date zu Weihnachten
11. Joss Brown – Ein Weihnachtsmann zum Küssen
12. Lily Stone – Ein Romeo für Juliet
13. Susa Miller – Advent, Advent, ein Adventskranz brennt …
14. Annabelle Benn – Ein Geschenk für den Weihnachtsmann
15. 
Isabella Norton – Pfefferminzknöpfe & Schokopralinen 
16. Sharon Taylor – Nur eine Nacht
17. Maya Sturm – So viel Heimlichkeit …
18. Annie Stone – Ein Callboy zu Weihnachten
19. Victoria Amber Hopkins – Wintersemester
20. Mia Kingsley – Nur eine kleine Aufmerksamkeit
21. Melanie Hinz – Taxiliebe
22. Nadine Willers – Zartbitter mit Schuss
23. J.R. König – Santas Baby
24. Natalie Rabengut – Fireworks

Bildquelle: amazon

Freitag, 27. November 2015

"Wo schreibst du am liebsten, Coco Zinva?"

Ein wenig verspätete habe ich auch noch die Antworten von Coco Zinva auf meine neugierigen Fragen erhalten. Die will ich natürlich niemandem vorenthalten. 
Coco Zinva punktet mit Charakteren, die manchmal ein Handicap haben und / oder damit kämpfen, dass sie ihrer Umgebung etwas vorspielen, um stark zu wirken. In den Büchern lernen sie, zu sich zu stehen und sich selbst zu akzeptieren. Es ist immer wieder spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben.

Also: Wo schreibst du am liebsten, Coco Zinva?

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?
Am liebsten würde ich draußen in der prallen Sonne schreiben. Aber es sollte nicht zu hell sein. Ohne Reflektieren auf dem Bildschirm. Und ohne Sonnenbrand. Und nicht zu heiß. Wind wäre natürlich auch blöd. Und wenn sich Sand und Laptops vertragen würden, gäbe es kaum ein schönes Plätzchen als den Strand. 

2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
In der Realität begnüge ich mich im Sommer mit einem Plätzchen unterm Sonnenschirm und hoffe, dass ihn der Küstenwind nicht auf mich drauf schmeißt.

Da es das Wetter aber recht selten zulässt, schreibe ich meist drinnen. Dabei wechsle ich sehr oft mein Plätzchen: mal am Schreibtisch auf meinem ergonomischen Hocker, auf dem man so schön wackeln kann, mal am Esstisch, der eine ganz andere Höhe hat und ganz oft auch im Bett, weil es da so kuschelig ist und ich die Füße hochlegen kann. Wenn ich neue Geschichten schreibe oder Umgebungslärm ausblenden muss, mache ich laut Musik an, schaffe mir also meinen eigenen Lärm, ganz nach meinem Geschmack.

Gleichzeitig wichtigstes und störendstes Accessoire beim Schreiben ist die Katze. Flocke. Warm, kuschelig und brummend ist sie die perfekte Gesellschaft. Wenn sie allerdings kuscheln will, wird es schwierig. Denn sie kuschelt seltener mit mir als mit dem Laptop. Falls also Katzenhaare in den Kapiteln vorzufinden sind, ist das nicht meine Schuld! Die sind überall!

3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?
Irgendwas zum Kuscheln. Wenn die Katze nicht will, tut es auch ein Kissen oder Kuschelsocken. Und natürlich Kaffee. Also eigentlich Milchschaum mit Nutella und einem Hauch Kaffee.

4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben?
Kaffeenutellamilchschaum. Und minzige Naschis. Minzkissen sind wahnsinnig toll. Aber am liebsten mag ich dieses rosa-weiße Minzfondant. Das ist richtig schwer zu bekommen und wenn ich das irgendwo sehe, kaufe ich es in Massen. Und dann nasche ich das in Massen. Muss ja weg. Und dann ist mir schlecht. Aber der Lerneffekt ist gleich null.

5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
Wenn eine Geschichte in ihrer Rohfassung entsteht, höre ich dazu Musik. Die lässt mich tiefer in die Geschichte eintauchen und blendet die reale Welt aus. Dazu habe ich meine Lieblingsplaylisten in spotify zusammengestellt. Zum Korrigieren brauche ich aber Ruhe. Da nervt mich ganz schnell alles, was Geräusche von sich gibt. Außer der schnurrenden Katze.

6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen?
Aktuell überarbeite ich meine alten Geschichten, um sie zu veröffentlichen. Bisher verdränge ich alle neuen Ideen erfolgreich und verschiebe sie auf später. Da stehen auch schon diverse neue Sachen in der Warteschlange. Die Rufe nach Daniels Geschichte werden immer lauter. Der hat ja schon in ›Mucksmäuschenstill‹ und ›Bitte, lüg mich an!‹ ordentlich mitgeholfen. Allerdings sieht seine Geschichte ein gewisses Maß an Dramatik vor und eigentlich hätte ich erst mal wieder Lust auf etwas Lustigeres. Ich hätte da so eine Idee, in der ein tätowierter, Lederklamotten tragender Freddy und ein bügelnder, Pullunder tragender Hans die Hauptrolle spielen. Mit den beiden hätte ich sicher viel Spaß. Und die Leser vielleicht auch.

Vielen Dank für deine Antworten!

P.S.: Zuletzt erschienen von Coco Zinva ist das Buch "Boxhandschuhe und Seidenkrawatte" um den Manager Brian Heydegger. Die Geschichte findet sozusagen ihre Fortsetzung in "Boxhandschuhe und Perlenkette", in der Brians Schwester Nina ihr Glück findet.
Aufmerksame Leser, die die Entstehung der Bücher auf verschiedenen internet-Plattformen verfolgen, wird nicht entgangen sein, dass es wahrscheinlich noch ein weiteres Buch geben wird, in dem Brian, Tom, Nina und ... (wird wegen Spoiler-Gefahr hier nicht verraten) noch einmal in Erscheinung treten. 

Link zur Autoren-Seite bei amazon:  Coco Zinva

Bildquelle: pixabay.com, Coco Zinva und amazon




Mittwoch, 25. November 2015

"Boxhandschuhe und Seidenkrawatte" von Coco Zinva

Liebe überwindet alle Grenzen

Tom und Brian verlieben sich auf den ersten Blick in einander, wagen es aber aus unterschiedlichen Gründen nicht, das zuzugeben. Schließlich gewinnen Sehnsucht und Neugier. Die beiden lassen sich auf eine heiße Affäre ein, bei der vor allem Brian aber immer noch nicht alles von sich preis gibt. Er lebt nicht offen schwul und zu groß ist seine Sorge, wie sich ein Outing auf seine Firma und seine Geschäfte auswirken könnte.
Es dauert eine Weile, bis Brian merkt, was er Tom damit zumutet. Soll das für immer so bleiben?


Ich gestehe, dass ich „Boxhandschuhe und Seidenkrawatte“ schon vor dem offiziellen Erscheinungsdatum als Testleser genießen durfte und mir das Vergnügen seither nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals gegönnt habe. Das Buch begeistert mich von der ersten Seite an und zieht mich immer wieder in seinen Bann. Brian und Tom sind tolle Charaktere, deren Beziehung die Handlung problemlos trägt. Glaubt man am Anfang vielleicht noch, so eine Art „Aschenputtel-Geschichte“ mit einem armen Barkeeper und einem reichen Geschäftsmann vor sich zu haben, so wird man schnell eines Besseren belehrt.

So einfach mach des Coco Zinva sich und den beiden Männern nicht. Tom ist zwar pleite und hat es wegen seiner Vergangenheit nicht leicht, aber er besitzt eine ganz eigene Stärke. Er ist nicht nur körperlich nicht so leicht unterzukriegen, auch charakterlich ist er, bis auf einige kleine Unsicherheiten, sehr gefestigt.

Erstaunlicherweise ist Brian oft der, der sich bei seinem Partner anlehnen muss. Sein Job fordert alles von ihm und das Doppelleben das er führt, weil er glaubt, sich nicht outen zu dürfen, kostet zusätzliche Kraft.
Zum Glück haben Tom und Brian starke Freunde, allen voran Brians Schwester Nina, die knallhart sein kann, aber unter allen Umständen zu ihrem Bruder steht.

Die Story spart nicht mit gut geschriebenen, heißen Szenen, aber richtig toll ist sie, weil man spürt, wie sich die Beziehung von Brian und Tom mehr und mehr vertieft.

Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Punkte, eine Leseempfehlung und jetzt schon den Tipp, einfach einmal ein wenig zu rätseln, wer wohl Ninas Herz erobern wird.

(Ich bin mal eben richtig fies: Ich weiß es schon, weil ich auch dieses Buch als Testleser genießen (mit Betonung auf "genießen"!!!) durfte.
Ich weiß aber auch, dass die Heideggers und ihre Partner zu den Paaren gehören, die mir immer lebhaft in Erinnerung bleiben werden und deren Geschichten ich auch in Zukunft immer einmal wieder einmal voller Freude lesen werde.)


Haben wollen? 
 Hier kann man die Bücher von Coco Zinva kaufen:

Bildquelle: amazon

Montag, 23. November 2015

"Wohnungsbesichtigung ins Glück" von Norma Banzi



Wundervolle Weihnachtzeit …

Als Oliver den Autor James trifft, verspürt er zum ersten Mal seit dem Tod seines Mannes wieder Interesse und tatsächlich scheint auch James nicht abgeneigt zu sein. Eine wundervolle (Vor-) Weihnachtszeit beginnt, bis sich Oliver plötzlich fragen muss, ob James nicht mit falschen Karten gespielt hat. Der gibt aber so schnell nicht auf.


Norma Banzi hat mich „Wohnungsbesichtigung ins Glück“ wirklich überrascht. Ich mag ihre lebendigen Charaktere ohnehin sehr gerne, aber der schüchterne Oliver, der etwas zurückhaltende James und nicht zuletzt der freundliche Weimaraner Sam haben sich sofort in mein Herz geschlichen. Es ist einfach wunderschön zu lesen, wie die beiden Männer, die jeweils ein sehr schwieriges Jahr hinter sich haben, vorsichtig aufeinander zu gehen, es genießen, wieder jemand Besonderen zu haben, mit dem man Zeit verbringen kann und mit dem man zuerst vorsichtige Zärtlichkeiten austauschen möchte. Ein paar heiße Szenen fehlen natürlich auch nicht.

Die Story ist aber trotzdem so richtig … niedlich. Das ist nicht eben typisch für Norma Banzi, funktioniert aber wunderbar, weil es perfekt zu Oliver und James passt. Man spürt die Vorsicht der beiden Männer, ihre Unsicherheit, aber auch ihre Entschlossenheit, das Beste aus ihrer Situation zu machen und einander eine Chance zu geben.
Abgerundet wird das Ganze von geschickt in die Story eingewobenem Sylter Lokalkolorit, so dass man nicht nur eine zärtliche Liebesgeschichte, sondern zusätzlich einen kleinen Weihnachtsurlaub geliefert bekommt.

Fazit: Vom mir gibt es 5 Weihnachtssterne und eine Leseempfehlung für die wunderschöne Geschichte, die sich hinter dem süßen Cover verbirgt.

P.S.: Hat schon jemand herausgefunden, was die Story mit "Raumschiff Enterprise" zu tun hat? Nicht?
*grins* Dann eben noch mal mit offenen Augen lesen. Das macht bei diesem Zuckerstückchen so richtig Spaß!

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Norma Banzi kaufen:
- "Wohnungsbesichtigung ins Glück"

In die gleiche Reihe gehören:
- "Zwei Hochzeiten an Thanksgiving" (Stichwort: Sexy SEALs(!!!) an Thanksgiving)
- "Seidenträume und Sahnewölkchen" (Stichwort: Valentinstag!)

Link zur Homepage: Norma Banzi 


Bildquelle: amazon

Sonntag, 22. November 2015

"Serie: Outcasts Band 1 - Lost Island" von Monica Davis

Kleine Vorbemerkung:
Ich habe hier untereinander die Rezis zu den ersten drei Teilen der Serie "Outcasts" eingestellt. Natürlich könnten in den Besprechungen zu Band 2 oder 3 kleine Spoiler stecken. Wer das nicht mag, sollte die entsprechenden Rezis immer erst lesen, wenn er mit dem jeweiligen "Vorgänger" fertig ist.

Verschwiegene Wahrheiten

Kates Welt ist eigentlich perfekt. Jede Sekunde und jeder noch so private Lebensbereich ist von der sogenannten „Familia“ durchgeplant und damit auch alles seine Richtigkeit hat, wird sie — genau wie alle anderen Menschen — ständig überwacht. Sogar in ihrer Wohnung bliebt nichts privat, nur in Bädern fehlen die allgegewärtigen Kameras, bei den Schlafräumen sollte man nicht zu sicher sein. Wenn Kate ehrlich ist, sind ihre schönsten Erinnerungen allerdings die, an die gestohlene Momente mit dem rebellischen Liam, der sich immer wieder gegen das System aufgelehnt hat und dafür schließlich im Gefängnis gelandet ist.
Als zukünftige Senatorin soll Kate nun für die Familia in einer Strafkolonie spionieren. Ihre Überraschung ist groß, als sie ausgerechnet dort auf Liam trifft. Der freundliche Junge ist zu einem harten Mann geworden, der sich in der feindlichen Umgebung behaupten kann. Immerhin beschützt er Kate und scheint auch noch einen Rest der alten Zuneigung zu ihr zu empfinden.
Kate steht vor einer mehr als schwierige Entscheidung: Soll sie bei Liam bleiben, den sie aus tiefstem Herzen liebt, und ein Leben als Ausgestoßene führen oder ihn verlassen, den ihr vorbestimmten Mann heiraten und als Senatorin versuchen das System zu ändern?

Monica Davis alias Inka Lorreen Minden hat mit „
Outcast 1: Lost Island“ eine faszinierende Dystopie entworfen, die auf mehr als einer Eben funktioniert. Neben einer spannenden Romanze bietet sie nämlich reichlich Stoff zum Nachdenken, ohne auch nur einen Moment lang mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen.

Kate und Liam lieben sich von Kindheit an und scheinen einander perfekt zu ergänzen: Die ruhige Kate bremst den aufrührerischen Liam, während er sie immer wieder zum Nachdenken bringt, aber auch dazu, die kleinen Abenteuer auszukosten, die das Leben erst lebenswert machen. Das System teilt sie jedoch in unterschiedliche Schichten ein, deren Grenzen — ähnlich dem indischen Kastensystem — kaum zu überwinden sind. Die Herkunft bestimmt im Grunde über berufliche Chancen, die Erlaubnis einen bestimmten Menschen zu heiraten dürfen und sogar über die Anzahl der Kinder, die ein Paar haben darf. Kate hinterfragt das System nicht wirklich, weil sie nie etwas anderes kennengelernt hat und ihr alternative Lebensentwürfe fehlen. Nur ihre Liebe zu Liam lässt sie zweifeln und hoffen: Gegen jede Chance stellt sie bei der Familia einen Heiratsantrag, der natürlich abgelehnt wird.

Liam lernt auf die harte Tour die verschwiegenen Schattenseiten des Systems kennen: Nicht nur die normalen Arbeiter werden gnadenlos ausgenutzt. Die Strafinsel „Lost Island“ ist das schmutzige Geheimnis des Senats und die Gefangenen dort sind völlig rechtlos dem Gesetz des Stärkeren unterworfen. Für ihre mageren Rationen müssen sie unter härtesten Bedingungen arbeiten, medizinische Versorgung fehlt ganz und nicht einmal die Kinder, die auf der Insel geboren werden, dürfen diese jemals wieder verlassen.

Aber nicht nur das System verschweigt den Menschen grundlegende Wahrheiten.

Auch Kate und Liam haben Geheimnisse voreinander. Sie trauen sich noch nicht wieder komplett oder haben Angst, was der jeweils andere zu ihren Entscheidungen sagen wird. Das stellt ihre Liebe zusätzlich auf eine harte Probe.

Als Leser kann man die spannende und mitreißende Geschichte der beiden genießen und wird bestens unterhalten. Man braucht noch nicht einmal explizite Szenen, um zu spüren, wie sehr sich Kate und Liam lieben.

Es ist aber genauso interessant, die über die zweite Ebene der Geschichte nachzudenken: Welche Chance haben Menschen in einem diktatorischen Überwachungsstaat überhaupt? Von außen scheint es immer merkwürdig, dass sich niemand auflehnt, aber hier wird deutlich, wie das System funktioniert. Informationen werden zurückgehalten, manipuliert oder verzerrt wiedergegeben. Privatsphäre gibt es nicht. Kritik wird als Regelverstoß angesehen und aufs schärfste bestraft, bis sich schließlich niemand mehr traut, das System zu hinterfragen.

Die Geschichte macht erschreckend deutlich, wie kostbar Freiheit und Demokratie sind und wie sorgsam man damit umgehen sollte.

Mein Fazit: Ich bin von „
Outcast 1: Lost Island“ berührt und begeistert! Deutlich mehr als 5 Punkte und eine Leseempfehlung, die ausdrücklich nicht nur für junge Leser gilt.Ich will unbedingt wissen, wie diese grandiose Geschichte weitergeht und was aus Kate, Liam, aber auch aus den anderen interessanten Charakteren wird, die ich hier kennengelernt habe!

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Monica Davis / Inka Loreen Minden kaufen:

- "Outcasts 1: Lost Island"
- "Outcasts 2: Welltown"
- "Outcasts 3: Secret City"
- "Outcasts 4: Newtown

Eine weitere, spannden Dystopie ist "Last Hope 

Auch klasse und mit deutlich expliziteren Szenen als "Outcasts" sind die sexy "Warrior Lover". Sie sind - im Gegensatz zu "Outcasts" nur für erwachsene Leser geeignet:
Teil 1: Jax 
Teil 2: Crome
Teil 3: Ice
Bonusstory: Storm
Teil 4: Nitro 
Bonusstory: Andrew und Emma
Teil 5: Steel


Eine Rezension zur Serie findet man hier: "Warrior-Lover", Serie 

Bildquelle: amazon

"Serie: Outcasts Band 2 - Welltown" von Monica Davis

Liebe, Lügen und Geheimnisse
Kate hat sich schweren Herzens entschlossen, „Lost Island“ zu verlassen, um Liam nicht zu gefährden. Ihre Familie ist stolz auf sie, auch wenn man sich ein wenig enttäuscht zeigt, dass sie nicht mehr herausgefunden hat. Trotzdem soll sie nun den Sohn eines angesehenen Senators heiraten. Kate ist entsetzt. Sie liebt Liam schließlich immer noch und Finn, ihr zukünftiger Mann, ist ausgerechnet der Sohn seines schlimmsten Feindes.
Noch ahnt sie nicht, dass Liam die Flucht von der Insel gelungen ist, dessen alte, totgeglaubte Freundin Sarah am Leben ist und Finn fast ebenso viele Geheimnisse hat, wie sie selbst.
Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu und plötzlich geht es nicht mehr nur um einige Einzelschicksale, sondern um die Zukunft der gesamten geheimen Rebellion gegen die Familia.

Wie schon in „
Outcast 1: Lost Island“ verbindet Monica Davis alias Inka Loreen Minden in Outcast 2: Welltown“  eine spannende Liebesgeschichte (eigentlich sind es sogar mehrere …) mit Frage nach persönlicher Verantwortung und den Möglichkeiten, die ein Mensch in einem diktatorischen Überwachungsstaat hat.

Liam und Kate, aber auch Finn, Sarah, Prudence und die Rebellen müssen jeder für sich entscheiden, ob und wie sie sich mit dem System arrangieren oder an welcher Stelle sie sich dagegen auflehnen. Natürlich tendiert man als Leser zu den Rebellen, schon alleine weil hier mehr als deutlich wird, dass das Regime nicht sehr grausam ist, sondern die Würdenträger auch — wie so oft im richtigen Leben — keinerlei Skrupel haben, für sich persönlich Annehmlichkeiten herauszuschlagen, während die einfachen Menschen kurz gehalten werden.

Jedoch nicht alle, die die Familia unterstützen, sind „böse“: Oft fehlt ihnen einfach eine andere Perspektive oder sie wissen keinen anderen Weg, wie sie jemanden schützen sollen, den sie lieben.

Auch blitzt wieder auf, wie wichtig eine unabhängige und freie Presse ist. Die Familia verbreitet gezielte Falschinformationen, um die Rebellen in schlechtes Licht zu rücken und die einfache Bevölkerung hat im Grunde keine Chance, dass Lügengebilde zu durchschauen, weil es keine unabhängigen Informationsquellen gibt.

Vielleicht sehe ich die Story ja zu politisch, aber ich liebe solche Bücher, die einerseits eine richtig gute (Liebes-)Geschichte erzählen und andererseits zum Nachdenken anregen, ohne den Zeigefinger zu heben.

Mein Fazit: Damit bekommt „
Outcast 2: Welltown“, wie schon der erste Teil der Serie, von mir deutlich mehr als 5 Punkte und eine begeisterte Leseempfehlung.

P.S.: Für Fans gibt es auf der Homepage der Autorin immer einmal wieder aktuelle Infos zur Serie: 
www.inka-loreen-minden.de 


HHaben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Monica Davis / Inka Loreen Minden kaufen:

- "Outcasts 1: Lost Island"
- "Outcasts 2: Welltown"
- "Outcasts 3: Secret City"
- "Outcasts 4: Newtown

Eine weitere, spannden Dystopie ist "Last Hope 

Auch klasse und mit deutlich expliziteren Szenen als "Outcasts" sind die sexy "Warrior Lover". Sie sind - im Gegensatz zu "Outcasts" nur für erwachsene Leser geeignet:
Teil 1: Jax 
Teil 2: Crome
Teil 3: Ice
Bonusstory: Storm
Teil 4: Nitro 
Bonusstory: Andrew und Emma
Teil 5: Steel


Eine Rezension zur Serie findet man hier: "Warrior-Lover", Serie 

Bildquelle: amazon

"Serie: Outcasts Band 3 - Secret City" von Monica Davis

Vertrauen muss man sich verdienen

Gegen alle Hoffnungen hatte es Liam nicht nur geschafft, Kate zurück nach Welltown zu folgen, sondern konnte auch sie und Sarah zu retten. Dass ihm dabei ausgerechnet Finn, der Sohn von Senator Callahan geholfen hat, gefällt ihm überhaupt nicht. Die Familia tobt vor Wut, dass sich jemand offen gegen sie auflehnt und für die vier Rebellen gibt es nur noch einen sicheren Ort: Sie müssen Secret City erreichen. Dorthin will auch Prue, als sie nicht mehr länger verbergen kann, wozu sie ihren Posten als Senatorin genutzt hat.
Schleicher sieht sich plötzlich nicht nur mit seiner Vergangenheit konfrontiert, sondern muss sich auch überlegen, wie es mit seiner geheimen Stadt und der Rebellion weitergeht. Die Familia hat ihr Vorgehen gegen die Rebellen auf brutale Art verschärft. Das Leben aller ist in höchster Gefahr. Damit ist der furchtbare Sturm, der aufzieht und alle Menschen auf Lost Island bedroht, schon fast sein geringstes Problem …

Mit „
Outcast 3: Secret City“ hat sich die Serie von Monica Davis endgültig von einer spannenden Love-Story mit dystopischem Hintergrund zu einer großartigen Serie gemausert. Längst geht es nicht mehr nur darum, ob und wie die einzelnen Paare zueinander finden. Auch wenn die Liebe weiterhin nicht zu kurz kommt, und man mit den jeweiligen Partnern fiebert, ob sie sich zusammen eine Zukunft aufzubauen können, so ist doch die Rahmenhandlung und die Fragen die sich dort stellen, mindestens genauso interessant.

Kann man einen Menschen für die Taten eines anderen verantwortlich machen? Die Familia scheint das so zu sehen und benutzt ungeniert die Verwandten der Rebellen, um diese zu erpressen. Aber auch in Secret City muss Finn damit kämpfen, dass man ihn an seinem Vater misst.

Eine weitere Frage, die in unterschiedlichen Versionen gestellt wird, ist die, ob es für Kinder besser ist, scheinbar sicher aufzuwachsen, aber dabei einer Gehirnwäsche unterzogen zu werden, oder sie in einer Freiheit zu erziehen, die sie in lebensgefährliche Situationen bringt. Die Kinder auf Lost Island habe im Grunde keine Wahl.

Ebenso scheint es aber auch den Erwachsenen zu gehen. Mich fasziniert, das die Grenzen zwischen Gut und Böse bei den „Outcasts“ gar nicht so leicht zu ziehen sind. Die Menschen leben in einer harten Welt und müssen Entscheidungen treffen, die sehr schwierig sind. Ist das Leben eines Einzelnen mehr wert, oder das der Gesellschaft? Ist Gewalt überhaupt gerechtfertigt und wenn ja, wann und wie?

Ganz persönlich beschäftigt mich auch eine weitere Frage, die mehr als aktuell ist: Schleicher hat für sich und seine Leute in einer unmenschlichen Welt eine Art sicheren Hafen geschaffen. Wie weit kann, darf und muss er gehen, um diesen zu schützen? Wie soll er sicherstellen, dass nur die Leute seine Grenzen überschreiten, die er bei sich haben möchte und welches Recht hat er, Hilflosen und Verfolgten den Zutritt zu verweigern?
Natürlich kann ein Buch darauf keine abschließende Antwort geben, aber interessant bleibt es auf jeden Fall ...

Mir hat „Outcasts 3: Secret City“ so gut gefallen, dass ich noch nicht einmal sauer bin, weil das Buch mit einem Cliffhanger endet. Ganz im Gegenteil! Ich bin total froh, dass diese tolle Serie nicht mit diesem Teil abgeschlossen wird, sondern dass es mindesten noch einen weiteren Band geben wird, auf den ich mich jetzt schon unheimlich freue.

„Outcasts“ wird von Buch zu Buch besser. Spannender. Tiefgründiger. Meinetwegen dürfen es auch ruhig deutlich mehr als „nur“ vier Bände sein. Diese Serie hat jede Menge Potential, sowohl was den übergreifenden Handlungsbogen als auch was die Charaktere angeht.

Liam und Kate sind mittlerweile ein eingeschworenes Paar, auch wenn es da noch ein Geheimnis gibt. Es ist wunderschön zu lesen, wie Sarah und Finn immer mehr zusammenwachsen. Schleicher und Prue haben ein paar Szenen, die wahnsinnig berührend sind. Von den tollen und lebendigen Nebencharakteren habe ich bis jetzt noch gar nicht gesprochen. Ich will auf jeden Fall wissen, was aus Clover und Ghost wird, wie es mit Ben weitergeht und was der brutale Cane und die undurchsichtige Kräuterfrau Soraja verbergen. Für alle gilt: Vertrauen ist ein kostbares Gut, dass man sich erst einmal verdienen muss!

Fazit:
Unbedingt lesen, aber auf jeden Fall mit Band 1 
Outcast 1: Lost Island anfangen. Auch dem dritten Teil gebe ich wieder deutlich mehr als 5 Sterne und warte jetzt schon voller Spannung auf die Fortsetzung.

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Monica Davis / Inka Loreen Minden kaufen:

- "Outcasts 1: Lost Island"
- "Outcasts 2: Welltown"
- "Outcasts 3: Secret City"
- "Outcasts 4: Newtown

Eine weitere, spannden Dystopie ist "Last Hope 

Auch klasse und mit deutlich expliziteren Szenen als "Outcasts" sind die sexy "Warrior Lover". Sie sind - im Gegensatz zu "Outcasts" nur für erwachsene Leser geeignet:
Teil 1: Jax 
Teil 2: Crome
Teil 3: Ice
Bonusstory: Storm
Teil 4: Nitro 
Bonusstory: Andrew und Emma
Teil 5: Steel


Eine Rezension zur Serie findet man hier: "Warrior-Lover", Serie 

Bildquelle: amazon

Samstag, 21. November 2015

"Wo schreibst du am liebsten, Bernd Frielingsdorf?"

An Bernd Frielingdorf alias "pengiberlin" kommt man nicht vorbei, wenn man gerne GayRomance liest. Niemand ist besser informiert, welche Texte und Bücher gerade neu auf dem Markt sind, in welchem Shop am ein lang ersehntes e-book schon erhält und wo es vielleicht einmal eine tolle Geschichte verbilligt oder kostenlos gibt.

Manche behaupten, Bernd wäre der einzige Mensch der Welt mit einem "Gay-Book-Radar", weil er schneller als jeder andere die neuesten Geschichten in den unendlichen Weiten des Internets findet. Ob das stimmt?
Das wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben ... 

Da Bernd selber keine Bücher schreibt, aber trotzdem viel Zeit am PC verbringt, sind seinen Fragen gar nicht soviel anders, als die an die Autoren.

Also: Du verbringst doch auch viel Zeit am PC, Bernd ... In deinem Büro? Im Wohnzimmer? Nimmst du den LapTop oder das tablet mit nach draußen?

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?
Ich brauche einen Schreibtisch und einen guten Bürostuhl. Einen PC mit mindestens zwei Bildschirmen zum Recherchieren und Mailen.


2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
Zu Sommeranfang gerne im Strandkorb auf der Terrasse. Aber wenn die Wespenzeit beginnt, dann wegen meiner Allergie lieber drinnen.

3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?
PC

4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben? (Kaffee, Tee, Kakao oder vielleicht eine dicke Zigarre??? ;) Schokolade oder lieber ein Schinkenbrot? Was ganz anderes?)
Kaffee und Zigaretten in rauen Mengen, Schokolade ist auch gut – aber lieber etwas weniger.



5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
Ich brauche Stille. Es gab Jahre, in denen lief Musik, es gab Jahre, in denen lief der Fernseher rund um die Uhr, aber seit ein paar Jahren brauche ich Stille.
Nur das Klappern der Tastatur.


6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen?
Nö. 
 

Vielen Dank für deine Antworten, Bernd!

P.S.: Wenn Bernd jemals ein Buch über seine Erlebnisse mit Autoren und verrückten bloggern schreibt, will ich das natürlich lesen.

Ganz persönlich: Ich  bin total neidisch auf seinen tollen Strandkorb. So etwas wünsche ich mir auch ...


Bildquelle: pixabay.com und Bernd Frielingsdorf

Freitag, 20. November 2015

"Wo schreibst du am liebsten, Ann Westphal?"

Sympathische Charaktere, eine nachvollziehbare Geschichte, toller Humor UND ansprechende Erotik in einem Buch? Ist der Anspruch nicht ein wenig hoch? Nein, ganz sicher nicht, wenn man einen der Romane von Ann Westphal aufschlägt. Mit ihren Helden und Heldinnen kann man sich sofort identifizieren, sie unbekümmert anschmachten, mit ihnen leiden und lieben. Die Bücher der Autorin machen Spaß. und sie machen süchtig! 

Also: Wo schreibst du am liebsten, Ann Westphal?

(s. Foto) Das ist mein geliebter Arbeitsplatz (mittlerweile wesentlich unaufgeräumter und mit größerem Schreibtisch sowie rückenfreundlichem Bürostuhl, die hier beide noch nicht zu sehen sind, da das Foto noch vom letzten Winter ist). Das Zimmer befindet sich unterm Dach, und man hat einen netten Ausblick in die Natur, so dass die Gedanken gut fließen können (zumindest theoretisch
 )

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?
Ich mag meinen derzeitigen Arbeitsplatz schon ausgesprochen gerne, aber dasselbe in wärmeren Gefilden, irgendwo direkt am Meer, am besten noch mit Blick auf selbiges ... Ja, das wäre schon was!

2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
(s. Foto) Zu dem Zimmer gehört auch eine Dachloggia, auf der ich leider nicht wirklich gut schreiben kann, weil es dort bei schönem Wetter viel zu heiß und v.a. hell ist, so dass ich auf dem Monitor nichts mehr erkennen kann. Dann weiche ich auch schon mal auf die Terasse im Erdgeschoss unter den Sonnenschirm aus, was nicht allzu oft vorkommt. Ich trage vornehme Autorenblässe. 

3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?

1. Wasser! Und wenn es kälter wird: heißes Ingwerwasser.

2. Dann meine Kuscheldecke im Kleinformat, auf die ich die Unterarme beim Schreiben ablege, weil die Tischplatte so kalt und ungemütlich ist.

3. Neuerdings bin ich stolze Besitzerin einer "schrägen Rampe" für das Notebook. Sie entlastet die Handgelenke. Das Schreiben ist damit wesentlich angenehmer - ein echter Gewinn. "Ohne meine Rampe schreibe ich nichts!" 


4. Tonnenweise Notizzettel, Kladden, Schulhefte, wo ich mir Stichworte, Ideen, Dialoge u.ä. notiert habe, die unbedingt ins akutelle Buch gehören.

5. Externe Festplatte zur Datensicherung

6. Nun, da die Temperaturen wieder in den Keller gehen: Stulpen für Handgelenke und Beine, dicke Socken.


4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben? (Kaffee, Tee, Kakao oder vielleicht eine dicke Zigarre??? ;) Schokolade oder lieber ein Schinkenbrot? Was ganz anderes?)
Tee gibt's in der kalten Jahreszeit öfters bei mir, aber keinen Kaffee. Neuerdings brauche ich allerdings am Nachmittag so gegen 16 Uhr immer 1 "Pocket Espresso" ... Ist das schon Sucht? Gerade habe ich eine Smoothie-Phase hinter mir, aber die sind mir jetzt zu kalt. Ansonsten - und das ist der Arbeitsplatzsauberkeit nicht immer zuträglich - esse ich wie meine Protagonistin Jo (in "Leo - Auftragslover küsst man nicht") ganz gerne mal am PC (Muffins, Käsebrot, Bifi ... was der Kühlschrank gerade so hergibt.)
5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
Geräusche beim Schreiben? Geht gar nicht! Allenfalls Vogelgezwitscher. Musik nur, wenn ein Stück gerade in einer Szene im Buch vorkommt. Das bringt mich dann noch tiefer in die Stimmung. Ansonsten: Ruhe!

6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen?
Ich schreibe am 4. Teil meiner "Ann-Westphal-Callboy-Reihe", also der Nachfolger zu "Leo - Auftragslover küsst man nicht". Diesmal wird es um "M", die Agenturchefin, gehen. Ich dachte mir, sie soll nicht immer nur in Liebesdingen vermitteln, sondern auch selber mal etwas vom Kuchen abbekommen ... Und das Schicksal spült ihr einen ganz besonderen Mann ins Haus ...

 Vielen Dank für deine Antworten!

P.S.: Zuletzt erschienen von Ann Westphal ist das Buch "Leo - Auftragslover küsst man nicht". Ich habe die Autorin gerade erst für mich entdeckt, aber in Zukunft wird es hier mehr Rezis zu ihren Büchern geben, dass weiß ich jetzt schon.

Link zur Autoren-Seite bei amazon:  Ann Westphal

Bildquelle: pixabay.com, Ann Westphal und amazon



Donnerstag, 19. November 2015

"Wo schreibt du am liebsten, J. Walther?

Eines der bekanntesten Bücher von J. Walther ist "Philips Bilder", in dem es um einen jungen Fotografen geht. Das verwundert nicht, weil J. Walther mit Worten so wunderschöne Bilder malen kann, dass man sie beim Lesen förmlich zu sehen glaubt. Dabei kommen sinnliche Momente und Gefühle niemals zu kurz. 
Die Geschichten berühren den Leser ganz tief im Inneren und bleiben dort haften.

Also: Wo schreibst du am liebsten, J. Walther?

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?
Eine bequeme Hängematte im Halbschatten unterm Blätterdach, der Wind rauscht, ein paar Vögel zwitschern … das klingt schon ziemlich idyllisch. 

2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
Im Sommer schreibe ich sehr gerne im Garten, am liebsten in meiner Hängematte J *passt*. Im Winter ist in der Tat mein Bett der Favorit, aber auch im Zug kann ich sehr gut schreiben.
3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?
Notfalls kann ich auch mit Kajal auf Quittungen schreiben (hab ich wirklich schon gemacht), aber am liebsten schreibe ich immer noch mit der Hand und bevorzuge einen leichtgängigen Stift, am liebsten Füller. Außerdem habe ich gerne das bisher schon Geschriebene und Notizen zu der Geschichte in Griffweite.
4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben? (Kaffee, Tee, Kakao oder vielleicht eine dicke Zigarre??? ;) Schokolade oder lieber ein Schinkenbrot? Was ganz anderes?)
Da kann ich leider gar nichts verraten, weil es da nichts gibt. Hunger geht natürlich gar nicht und das Gehirn braucht Wasser. 

5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
In der Regel lenkt mich Musik beim Schreiben zu sehr ab, so dass das ein No Go ist. Bei einigen wenigen Szenen, in denen Musik vorkommt, höre ich die passende, zum Beispiel gibt es da eine Szene in „Im Zimmer wird es still“, wo ich mit Norah Jones im Ohr dasaß. Außerdem habe ich mal eine ganze Geschichte über den Song „The boys of summer“ geschrieben. 

6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen? 
Sehr gern – ich schreibe an „Anna & Eva“, der Geschichte der Frauen in „Nur eine Frage der Liebe“ aus deren Sicht. Für mich etwas ganz Neues, sowohl was eine längere lesbische Erzählung angeht, als auch eine Geschichte zu schreiben, die schon ein Grundgerüst und vorgegebene Szenen durch den Roman hat. Es geht mir aber erstaunlich flüssig von der Hand.

 Vielen Dank für deine Antworten!

P.S.: Zuletzt erschienen von J. Walther ist das Buch "Die wahre Geschichte des Robinson Crusoe". Der Titel scheint für sich selbst zu sprechen, aber die Geschichte dahinter ist so spannend und überraschend, dass man sie unbedingt lesen sollte.

Sehr überrascht hat mich die Kurzgeschichte "Der Traum des Fischers" in der Anthologie "In seiner Hand". Hier wird dem Leser etwas eigentlich Fremdartiges unheimlich sinnlich geschildert. Lesetipp!

Link zur Autoren-Seite:  www.janas-seiten.de
Link zur blog; montechiaro.blogspot.de/

Bildquelle: pixabay.com, J. Walther und amazon



Mittwoch, 18. November 2015

"Wo schreibt du am liebsten, Tim Spohn?"

Von Tim Spohn sind bisher zwei Bücher ist erschienen: ein Urban-Fantasy-Roman und eine zeitgenössische Romanze, die beide in Berlin spielen. Außerdem betreibt er einen blog, der sich hauptsächlich mit aktuellen LGBT-Themen auseinandersetzt.

Also: Wo schreibst du am liebsten, Tim Spohn?

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?

Mein Idealbild ist ein ruhiges Büro, aber mehr die ganz klassische britische "Study", also viel dunkles Holz, Ledersessel, Bücherregale, und so weiter. Das Ganze aber so im städtischen Raum, dass ein bisschen Straßenlärm reinweht mit einer milden Brise durchs offene Fenster. Also ein wenig Verkehr, Menschen, Musik.

Natürlich läuft im Hintergrund auch bei mir Musik und eine riesige Tasse Kaffee steht jederzeit bereit. In meiner Idealvorstellung ist es zudem früher Abend im Sommer, also dieses sommerliche, heitere, entspannte Gefühl in einer Stadt, in der tausend Grillpartys, Biergärten und Straßenfeste pulsieren.

2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
In der Realität schreibe ich meist an meinem Schreibtisch in meinem kleinen Büro auf dem Dorf in einem alten Bauernhaus, an meinem etwas betagten Bürorechner, mit Kopfhörern auf. Kaffee habe ich aber immer in der Nähe und meine Lieblingszeit zum Schreiben ist auch immer der frühe Abend, auch ohne sommerliche Stadtgefühle.

Zwischen Sommer und Winter ändert sich eigentlich nur, wie dick ich angezogen bin und ob die Fenster offenstehen.

Ich hab dir mal ein Bild angehängt, aber es ist wirklich nicht sehr spektakulär und ich sitz hier auch grad schon zwischen Umzugskartons, weil ich demnächst umziehe. 
 

3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?
Musik (momentan vor allem Mashrou' Leila, GLORIA, OK Kid und VAST) und Kaffee. Ohne die funktioniert nichts.

4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben? (Kaffee, Tee, Kakao oder vielleicht eine dicke Zigarre??? ;) Schokolade oder lieber ein Schinkenbrot? Was ganz anderes?)
So geheim ja nun nicht mehr, weil ich ja schon meine Sucht zu Kaffee erwähnt hab. Ansonsten habe ich bis vor einem halben Jahr geraucht, das fehlt mir manchmal gerade beim Schreiben — hatte ein wenig etwas von diesem Klischeebild von Autoren: Kaffee, übermüdet, Kippe im Mundwinkel.

5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
Ich hätte mir die Fragen wohl vorher alle durchlesen sollen, dann hätte ich sie nicht schon beantwortet. Ja, immer Musik, den ganzen Tag, egal was ich mache. Und für alle Aktivitäten habe ich auch spezielle Playlists. Neben meinen Favoriten (die ich bei 3 ja schon aufgelistet habe) höre ich beim Schreiben auch sehr oft einfach Deep House oder Trance. Das hypnotische Wummern des Beats ist perfekt 

6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen?
Mein aktuelles Projekt ist die Fortsetzung meines Erstlings "Das Faustus-Institut" und wir den Titel "Dämonensaat" tragen. Momentan überarbeite ich es fleißig und bereite die Beta-Phase und das Lektorat vor. Es wird zurückführen in die Schatten von Berlin, zu Göttern, Dämonen und Monstern, die sich alle um Noah Lindt streiten, der eigentlich inzwischen nur in Ruhe gelassen und mit seinem Lucas happy sein möchte.

Außerdem plane ich gerade ein weiteres Buch und plotte, suche Inspirationen und Bilder. Das wird wieder eine mehr "klassische" Gay Romance und ich spiele gerade mit vielen Ideen dazu. Momentan entwickelt sich da etwas mit der Gamerkultur von Computerspielen, langjährigen Beziehungen statt neuem Kennenlernen und den Schwierigkeiten, die ein ungeouteter Partner mit sich bringt.

Vielen Dank für deine Antworten!

P.S.: Zuletzt erschienen von Tim Spohn ist "Big Blind: Alles im Spiel". Der Roman erzählt vom Leben einer Berliner WG und ihrer Suche nach den richtigen Platz im Leben.

Link zur homepage / dem blog von Tim Spohn:
timspohn.de

B
ildquelle: pixabay.com, amazon und Tim Spohn