Donnerstag, 19. November 2015

"Wo schreibt du am liebsten, J. Walther?

Eines der bekanntesten Bücher von J. Walther ist "Philips Bilder", in dem es um einen jungen Fotografen geht. Das verwundert nicht, weil J. Walther mit Worten so wunderschöne Bilder malen kann, dass man sie beim Lesen förmlich zu sehen glaubt. Dabei kommen sinnliche Momente und Gefühle niemals zu kurz. 
Die Geschichten berühren den Leser ganz tief im Inneren und bleiben dort haften.

Also: Wo schreibst du am liebsten, J. Walther?

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?
Eine bequeme Hängematte im Halbschatten unterm Blätterdach, der Wind rauscht, ein paar Vögel zwitschern … das klingt schon ziemlich idyllisch. 

2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
Im Sommer schreibe ich sehr gerne im Garten, am liebsten in meiner Hängematte J *passt*. Im Winter ist in der Tat mein Bett der Favorit, aber auch im Zug kann ich sehr gut schreiben.
3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?
Notfalls kann ich auch mit Kajal auf Quittungen schreiben (hab ich wirklich schon gemacht), aber am liebsten schreibe ich immer noch mit der Hand und bevorzuge einen leichtgängigen Stift, am liebsten Füller. Außerdem habe ich gerne das bisher schon Geschriebene und Notizen zu der Geschichte in Griffweite.
4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben? (Kaffee, Tee, Kakao oder vielleicht eine dicke Zigarre??? ;) Schokolade oder lieber ein Schinkenbrot? Was ganz anderes?)
Da kann ich leider gar nichts verraten, weil es da nichts gibt. Hunger geht natürlich gar nicht und das Gehirn braucht Wasser. 

5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
In der Regel lenkt mich Musik beim Schreiben zu sehr ab, so dass das ein No Go ist. Bei einigen wenigen Szenen, in denen Musik vorkommt, höre ich die passende, zum Beispiel gibt es da eine Szene in „Im Zimmer wird es still“, wo ich mit Norah Jones im Ohr dasaß. Außerdem habe ich mal eine ganze Geschichte über den Song „The boys of summer“ geschrieben. 

6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen? 
Sehr gern – ich schreibe an „Anna & Eva“, der Geschichte der Frauen in „Nur eine Frage der Liebe“ aus deren Sicht. Für mich etwas ganz Neues, sowohl was eine längere lesbische Erzählung angeht, als auch eine Geschichte zu schreiben, die schon ein Grundgerüst und vorgegebene Szenen durch den Roman hat. Es geht mir aber erstaunlich flüssig von der Hand.

 Vielen Dank für deine Antworten!

P.S.: Zuletzt erschienen von J. Walther ist das Buch "Die wahre Geschichte des Robinson Crusoe". Der Titel scheint für sich selbst zu sprechen, aber die Geschichte dahinter ist so spannend und überraschend, dass man sie unbedingt lesen sollte.

Sehr überrascht hat mich die Kurzgeschichte "Der Traum des Fischers" in der Anthologie "In seiner Hand". Hier wird dem Leser etwas eigentlich Fremdartiges unheimlich sinnlich geschildert. Lesetipp!

Link zur Autoren-Seite:  www.janas-seiten.de
Link zur blog; montechiaro.blogspot.de/

Bildquelle: pixabay.com, J. Walther und amazon



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